hebraeisch.israel-life.de / israel-tourismus.de / nahost-politik.de / zionismus.info
Judentum und Israel
haGalil onLine - http://www.hagalil.com
 
Spenden Sie mit PayPal - schnell, kostenlos und sicher!

Jüdische Weisheit
Hymne - Israel
Werben in haGalil?
Ihre Anzeige hier!
Advertize in haGalil?
Your Ad here!

Scharon und das Siedlungswerk:
Die Teilung des Landes oder das Ende des Staates

Letzte Woche in M'ariv: Aus einem Artikel von Alexander Jakobson

Warum sind so viele nicht bereit, an die Aufrichtigkeit der gemäßigten politischen Erklärungen Ariel Sharons zu glauben? Es gibt verschiedene Gründe, aber der ernstzunehmendste lautet: die Siedlungen.

Die Ungläubigen sagen: glaubt ihm kein Wort, schaut nur, war vor Ort passiert. Die Erweiterung der Siedlungen dauert an, sie verhindern jede Teilungsregelung, denn es wird nicht beabsichtigt, dass die Siedler unter palästinensischer Herrschaft leben. „Schmerzliche Kompromisse“? Ein „palästinensischer Staat“? Alles nur Gerede. Es gibt nur eine Realität, die bestimmend ist: die Siedlungen.

Sharon, und nur er, kann diese Vorwürfe beantworten. Ohne auf die Palästinenser zu warten, ohne Landkarten aufzusetzen und zu einem aus seiner Sicht geringen politischen Preis. Er kann es als seine persönliche Meinung erklären, ohne seine Regierung formell dazu verpflichten, dass er tatsächlich bereit ist, bestimmte Siedlungen zu räumen, wie er es in Gesprächen mit Amram Mitzna gesagt hat. Welche? Darüber können Verhandlungen geführt werden.

Dieser bescheidene Schritt könnte den politischen Dialog im Land verändern und es Israel auch auf internationaler Ebene leichter machen. Eine solche Erklärung würde natürlich nicht die Diskussion über die Grenzen des Palästinenserstaats beenden. Aber sie würde viele im In- und Ausland überzeugen, dass Sharon tatsächlich das Prinzip von zwei Staaten für zwei Völker übernommen hat und bereit ist, es umzusetzen.

Bisher wird allgemein angenommen, dass es sich bei dem Thema Siedlungen um einen unwiderruflichen Prozess handelt, und solange diese Annahme besteht, wird jede gemäßigte politische Äußerung Sharons angezweifelt. Wird diese Annahme widerlegt könnte es sogar geschehen, dass die Siedlungen zu einem nebensächlichen Thema werden.

Wenn anerkannt wird, dass nicht die Siedlungen die Grenze festlegen, sondern die Grenze die Zukunft der Siedlungen, dann wäre dies eine echte Wende in der Haltung der israelischen Rechten. Ähnliche Wenden haben sich bereits vollzogen, als der Likud sich bereit erklärte, auf Teile von Eretz Israel zu verzichten, und Sharon einem Palästinenserstaat zustimmte. Ohne eine Änderung in der Haltung zu den Siedlungen kann es jedoch nur einen virtuellen Palästinenserstaat geben. Und zum Schluss könnte es geschehen, dass ohne eine echte Teilung des Landes der jüdische Staat selbst virtuell werden wird.

Diese Worte sind nicht gegen die Siedler gerichtet. Heute ist es klar, dass in der Diskussion, die die israelische Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten gespaltet hat, alle ein wenig recht und ein wenig unrecht hatten. Aber wer wirklich ein gewisses Maß an nationaler Übereinkunft zu einer grundsätzlichen Frage sicherstellen möchte, im Vorfeld der schweren Tage, die uns noch bevorstehen könnten, der sollte begreifen, was das zentrale Hindernis auf dem Weg zu dieser Übereinkunft ist.

Pro und Kontra:
Einmarsch in Gaza?
Gaza ist der am engsten besiedelte Raum der Welt. Seit Arafat in der Mukata festsitzt, wurde die Hamas täglich noch stärker...

Für Hamas und Jihad ist Arafat inzwischen irrelevant:
Rache und Rache
Genau zwei Monate hatten wir eine Pause, die Ruhe war jedoch ein Trugbild...

Den Schmerz des Gegenüber ausgeblendet:
Die Parade des Bluts
In den vergangenen zwei Jahren hat sich ein seltsames Bild sowohl in der israelischen als auch der palästinensischen Öffentlichkeit entwickelt. Fast alle sind zu einem Kompromiss bereit, und fast alle vertrauen auf nichts außer einem Schlag mit dem Hammer...

Jüngster Bericht der Weltbank:
Katastrophale Situation der palästinensischen Wirtschaft
Seit Beginn der zweiten Intifada hat sich die wirtschaftliche Situation in den besetzten Gebieten dramatisch verschlechtert. Allerdings haben Ursache und Wirkung im Bericht der Weltbank keinen Zusammenhang...

hagalil.com 10-03-2003

haGalil.com ist kostenlos! Trotzdem: haGalil kostet Geld!

Die bei haGalil onLine und den angeschlossenen Domains veröffentlichten Texte spiegeln Meinungen und Kenntnisstand der jeweiligen Autoren.
Sie geben nicht unbedingt die Meinung der Herausgeber bzw. der Gesamtredaktion wieder.
haGalil onLine

[Impressum]
Kontakt: hagalil@hagalil.com
haGalil - Postfach 900504 - D-81505 München

1995-2006 © haGalil onLine® bzw. den angeg. Rechteinhabern
Munich - Tel Aviv - All Rights Reserved