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Judentum und Israel
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November - Dezember 2011
nahost-politik.de

Jerusalem:
Osmanische Liebespfeife
Bei Ausgrabungen in der Altstadt Jerusalem wurde eine „Liebespfeife“ aus der osmanischen Zeit gefunden. „Liebe ist die Sprache der Liebenden“ steht auf dem Mundstück einer Wasserpfeife in arabischen Lettern…

Lust auf eine rauschende Dance-Party:
Balkan Beat Box
Es ist eine berauschende Mischung: Performancekünstler, Bauchtänzerinnen und Flamencotänzer, DJs und ein VJ setzen elektronische Musik in Szene, die sich aus Dance und Worldmusic gleichermaßen speist. Bei Balkan Beat Box verschmelzen Musiker aus Israel, Marokko und dem Iran die aufregenden Klänge des Mittleren Ostens, Nordafrikas, des Balkan und Osteuropas miteinander…

Newt Gingrich:
"Mit Freunden wie diesen"…
Meine Güte, was für seltsame Typen sind doch diese republikanischen Anwärter für die US-Präsidentschaft! Was für ein jämmerlicher Haufen von Dummköpfen und ausgesprochen Verrückten! Oder bestenfalls was für ein Haufen von Betrügern und Zynikern!…

2011:
Das Jahr, in dem die Israelis auf die Straße gingen
Das Jahr 2011 zeichnete sich in Israel vor allem durch Demonstrationen aus. Es war das Jahr, in dem die Israelis aktiv wurden, um ihr Leben zu ändern. Sie gingen auf die Straßen, protestierten für Veränderung und verlangten, dass soziale Themen in Angriff genommen würden…

Ein Jahr danach:
Brandkatastrophe im Karmel-Gebirge
In einer zentralen Veranstaltung wurde am Montag der Opfer der Brandkatastrophe im Karmel-Gebirge im Dezember 2010 gedacht…

Nach Preisschild-Attacke:
Siedler reinigen beschmierte Moschee
Studenten aus der israelischen Stadt Ma´aleh Adumim im Westjordanland haben am Montag eine Moschee in Jerusalem von Graffiti-Schmierereien gereinigt. Sie wollen damit gegen das Stigma kämpfen, dass Siedler “gewalttätige Vandalen” seien…

Israel, die Türkei und der Iran:
Zur Entstaubung der israelischen Sicherheitsdiskussion
Die lautstarke und aggressive Propagierung des Irak-Abenteuers durch vermeintliche Israelfreunde, führte zur Wahrnehmung, als sei Israel an einem Krieg gegen den Irak interessiert. Fakt ist, dass die israelische Regierung sich gegen den Krieg stellte. Der damalige Premier, Ariel Sharon, bat George W. Bush mehrmals, von einem solchen Abenteuer abzusehen. Es schwäche Israel und verändere das Gleichgewicht. Irgendwann zögen die US-Truppen ab, Israel werde aber bleiben - und muss sich heute u.a. mit einem gestärkten Iran befassen. Sharon gehörte also zu den Gegnern des jüngsten "Irak-Krieges", ähnlich wie z.B. der damalige Bundeskanzler Schröder, der von vermeintlichen "Pro-Israelis" deshalb scharf angegriffen wurde...

Obamas Rede vor der "Union of Reform Judaism":
Hineni!
Die gesamte Rede auf English…

Schabath Schalom:
Voice of Peace 2
Sauta Salam…

Jordanische Option:
Des Königs Rede
Mitte der 80er-Jahre übermittelte mir ein deutscher Diplomat eine überraschende Botschaft. Ein Mitglied der jordanisch-königlichen Familie würde mich gerne in Amman sprechen. In jener Zeit war Jordanien offiziell noch im Kriegszustand mit uns. Irgendwie erhielt ich eine offizielle Erlaubnis von der israelischen Regierung. Die Deutschen versahen mich großzügig mit einem Pass, der streng genommen nicht ganz in Ordnung war, und so kam ich mit einigem Augenzwinkern in Amman an und wurde im besten Hotel untergebracht…

Zionismus:
Der zweite Herzl
Am letzten Yom-Kipur-Abend, wenn wirkliche Juden in der Synagoge für ihr Leben beten, saß ich am Tel Aviver Strand und dachte nach. Es war mein erster Yom Kippur ohne Rachel, und die dunklen Wellen gaben meine Stimmung wieder…
 
Zionismus:
Bloß keine Panik
Am Jahrestag von Ben Gurions Todestag wurde ein Gedenkfeier an seinem Grab in Sde Boker abgehalten, in dem Dorf in der Negevwüste, wo er in seinem Ruhestand lebte. Es gibt dort keinen Friedhof – nur sein Grab und das seiner Frau Paula. Die Zeitungen veröffentlichten ein Bild von Binjamin Netanjahu, wie er unter einem großen Foto des verstorbenen Führers eine Rede hält und der gedankenvoll in die Ferne schaut…

Keine andere Wahl:
Ultraorthodoxe, wehrt euch!
Die Ultraorthodoxen tun mir wirklich leid. Ich spreche natürlich nicht von den Verrückten, die am Freitag Tanya Rosenblit angegriffen haben oder von denen, die letzte Woche in Jerusalem ultraorthodoxe Frauen geschlagen haben, weil sie ihr Nachbarschaftskomitee wählen wollten…

Uri Avnery in haAretz:
Die antidemokratischen Gesetzesvorschläge entspringen einem Wettbewerb der Unvernunft

Uri Avnery, dessen Magazin “haOlam haseh” (“Diese Welt”) schon in den 60er Jahren durch ein sogenanntes “Gesetz gegen Verleumdung des Staates” zum Schweigen gebracht werden sollte, meint in einem Interview mit der israelischen Tageszeitung “haAretz” (“Das Land”), die aktuelle Welle anti-demokratischer Gesetzesvorschlägen werde früher oder später alle Schichten der Gesellschaft treffen. Die Medien mahnte er mehr zu tun um die Gefahr von Israel als einer demokratischen Gesellschaft abzuwenden…

Schleichender Wahnsinn:
Mit starker Hand gegen die Radikalen
Der Autor dieser Zeilen wurde in einem religiösen Internat in der Nähe von Kfar Hasidim im Norden des Landes unterrichtet. Jungen und Mädchen lernten gemeinsam. Die Mädchen häkelten Kippot für die Jungen. Und die Institution stand unter der Schirmherrschaft von Hapoel Hamizrahi, einer moderaten zionistischen Partei, aus der schließlich die ersten Advokaten für ein Groß-Israel hervorgingen…

Preisschildaktionen:
"Der Nahe Osten brennt, muss man jetzt noch Öl ins Feuer gießen?"
Präsident Shimon Peres hat sich am Donnerstagmorgen mit führenden Köpfen der Siedlerbewegung getroffen. Bei dem Treffen stellte er klar, dass der Staat die Gewalt einiger jüdischer Extremisten, die in den letzten Tagen zunächst eine Militärbasis angegriffen und dann verschiedene sogenannte “Preisschildaktionen” gegen muslimische und arabische Ziele durchgeführt hatten, nicht dulden werde…

Carlo Strenger:
Einführung in ein schwieriges Land
Urteile über Israel sind schnell gefällt. In der öffentlichen Wahrnehmung erscheint das Land fast nur noch als Kontrahent im Konflikt mit den Palästinensern und der arabischen Welt, dabei zunehmend als der Part, dem die ganze Verantwortung für alles Übel in der Region angelastet wird. Der Jüdische Verlag im Suhrkamp Verlag veröffentlicht zur rechten Zeit ein Buch, das geeignet ist, diese Verengung aufzureißen, das schnell gefällte Urteil zu relativieren, und die Komplexität in den Blick zu rücken…

Jüdische Extremisten:
Eine Gefahr für die israelische Demokratie
Diese Extremisten haben eine gefährliche nationalistische Perspektive entwickelt, eine Ideologie, die für Kompromisse und Toleranz keinen Platz lässt. Ihre Sprache ist eine Sprache des Hasses, des Rassismus und der Intoleranz...

Zwischen Bindung und Freiheit:
Der israelische Halacha-Experte Moshe Zemer ist gestorben
Am Morgen des 2. November ist in Tel Aviv nach langjähriger schwerer Krankheit Rabbiner Moshe Reuven Zemer verstorben, ein Mitbegründer der israelischen Bewegung für progressives Judentum, der mit der deutschsprachigen Übersetzung seines Bestsellers “Halakhah schfujah”, “Vernünftige Halacha”, auch hier bekannt ist…

Diskriminierung:
Zwischenfall in Israel war journalistische Provokation
Tanja Rosenblit, 28, machte weltweite Schlagzeilen, weil sie sich im Linienbus 451 von Aschdod nach Jerusalem mit einem ultraorthodoxen Juden angelegt und geweigert hatte, auf einer hinteren Bank im Bus Platz zu nehmen…

Peres und Netanyahu betroffen:
Zum Tod Vaclav Havels
"Auch als Mensch war Havel einzigartig: fest entschlossen und doch angenehm, und trotz seiner tiefen Überzeugungen immer offen für andere Stimmen. Er war immer ein guter Freund Israels und auch von mir persönlich. Er hat mich immer inspiriert. Ich werde ihn vermissen"...

Jerusalem:
Umm Kulthum bekommt eine Straße

Die Jerusalemer Stadtverwaltung hat 86 neue Namen für Straßen im Ostteil der Stadt genehmigt. Eine der Straßen soll auch nach der legendären ägyptischen Sängerin Umm Kulthum benannt werden…

Paradigmenwechsel:
50 Jahre Eichmann-Urteil
Die Knesset hat in einer Sondersitzung den 50. Jahrestag der Urteilsverkündung im Prozess gegen den deutschen NS-Kriegsverbrecher Adolf Eichmann begangen. Eichmann war am 15. Dezember 1961 zum Tode verurteilt worden…

Die Herausforderung für den Westen und für Israel:
Diplomatie nach dem Arabischen Frühling
Der ehemalige spanische Ministerpräsident Jose Maria Aznar hat in einem Artikel für CNBC am 8. Dezember etwas bemerkenswertes festgestellt: Abdul Hakim Belhadj, einer der libyschen Oppositionsführer, die nach dem Fall Gaddafis aufgestiegen sind, war 2004 an den Anschlägen auf die Madrider Vorortzüge beteiligt, bei denen 192 Menschen getötet und mehr als 2000 Menschen verletzt wurden…

"Radikale Koalition":
Raketenbedrohung Israels
Tausende Raketen stehen bereit, um Israel von allen Seiten zu beschießen und jeden Ort zu treffen. „Keine Stelle in Israel ist mehr immun.“ Uzi Rubin, 67, der „Erfinder“ der mit den Amerikanern entwickelten „Arrow“ Abwehrrakete gegen ballistische, mit atomarem Sprengkopf bestückte Raketen, hat bei einer Pressekonferenz in Naharijah nahe der Grenze zu Libanon das Raketenarsenal und das strategische Konzept hinter der Bedrohung von Iran, Syrien, der Hisbollah im Libanon und der Hamas im Gazastreifen analysiert…

Weitere 550 Gefangene:
Zweiter Teil des Schalit-Deals läuft an
Am Mittwochabend wird der zweite Teil des Gefangenenaustauschs zwischen Israel und der Hamas eingeleitet, durch den die Freilassung des israelischen Soldaten Gilad Shalit erreicht wurde…

Jerusalem:
Monty Python auf dem Tempelberg
Einmal mehr hat die Hamas sich selbst übertroffen. Selbst gemessen an den üblichen Standards der blumigen Rhetorik ihrer empörten Ausbrüche waren die Aussagen zu der Holzrampe, die vom Vorplatz der Klagemauer zum Tempelberg hinaufführt, besonders eindrucksvoll…

Nur 24 Stunden seit dem letzten Zwischenfall - neuer jüdischer Terror: In Jerusalem wurde in der Nacht eine Moschee im Herzen der Stadt in Brand gesetzt, sowie mit eindeutig rechtsgerichteten Parolen besprüht:
"Tag Mechir" (Abrechnung), "Ein guter Araber ist ein toter Araber", "Kahane lebt", "Muhammad ist ein Schwein".
Die Nebi Akasha Moschee stammt aus dem 12. Jahrhundert und steht seit dem Unabhängigkeitskrieg leer. Das Gebäude wurde kürzlich renoviert und wird seitdem von der Stadt genutzt. Polizei und Inlandsgeheimdienst haben die Ermittlungen aufgenommen.
Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat betonte, dass die Koexistenz in der Stadt unter allen Umständen aufrecht erhalten bleiben müsse.

"Ungeheuere Gesetzesbrüche":
Nationalreligiöse Randalierer greifen Militärbasis an
Vergangene Nacht haben rund 50 nationalistische Randalierer die Ephraim-Militärbasis der israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) angegriffen. Sie zündeten Reifen an und beschädigten Militärfahrzeuge mit Steinen, Nägeln und Farbeimern…

Länderbericht 2011:
OECD zu Israel

Das israelische Bruttoinlandsprodukt ist 2010 um 4,8% gewachsen, und die Investitionen steigen deutlich, doch der Bericht betont vor allem seine Empfehlung, die Staatsschulden bis 2020 um 15% abzubauen...

Insiderwissen:
Der Spion, der die Mullahs nicht liebte
Reza Kahlili hat eine Autobiographie über seine Tätigkeit als Doppelagent bei den iranischen Revolutionswächtern geschrieben…

Gilad Shalit:
"Ich bin euch für den Rest meines Lebens dankbar"
Der aus der Gefangenschaft der Hamas befreite Soldat Gilad Shalit hat sich in einem Video an die Unterstützer der Kampagne für seine Freilassung gewandt…

Mugrabi-Rampe:
Deutscher Botschafter warnt Israel vor "einseitigen Schritten"
Das Pressereferat der Deutschen Botschaft in Tel Aviv hat in einer ungewöhnlichen offiziellen Mitteilung einen Bericht über die vermeintliche deutsche Haltung zum Abriss der Mugrabi-Rampe (beim Jerusalemer Tempelberg) als unzutreffend dementiert…

Politisch brisant:
Jerusalems Tempelberg für Nicht-Moslems gesperrt
Jerusalems Wahrzeichen, der Tempelberg mit Felsendom und El Aksa Moschee, ist ab sofort für Nicht-Moslems gesperrt. Am Montag hat die „Stiftung für das Erbe des Tempelberges“ die Mugrabi-Brücke wegen Baufälligkeit gesperrt. Zuvor hatte der Stadtingenieur Jerusalems das provisorische Bauwerk für „einsturzgefährdet und brandgefährdet“ erklärt…

"Umweltschutz pur":
Gesetzesvorlage gegen Gebetsruf vom Minarett
Mit Lautsprechern verstärkte muslimische Gebetsrufe sollten in Israel wegen unerträglicher Lärmbelästigung zum Schweigen gebracht werden. Das fordert die Abgeordnete Anastasia Michaelis der "Israel Beiteinu Partei" in einer Gesetzesvorlage…

"Wie eine Kriegerin":
Korzits Weltmeisterin im Windsurfen

Die israelische Surferin Lee Korzitz hat am Sonntag bei den Segelweltmeisterschaften im australischen Perth die Goldmedaille im Windsurfen gewonnen…

Künstliche Aufregung:
Die "erfundenen" Palästinenser des Newt Gingrich
Der amerikanische Präsidentschaftskandidat Newt Gingrich hat einen Sturm der Entrüstung ausgelöst, indem er die Palästinenser als „erfundenes Volk“ bezeichnet hat. Der palästinensische Verhandlungschef Saeb Erekat ermahnte Gingrich, erst einmal die Geschichte zu erforschen…

Am morgigen Samstag (10.12.) wird in Israel eine totale Mondfinsternis zu sehen sein. Sofern es nicht bewölkt ist, wird man für ca. eine halbe Stunde beobachten können, dass sich die Erde zwischen Mond und Sonne schiebt und den Mond vollkommen verdeckt.

Juristische Vetternwirtschaft:
Die Demokratie schlägt zurück
Am ersten Dezember hat die Vorsitzende des Obersten Gerichtshofes Dorit Beinisch auf der Jahreskonferenz der Israelischen Vereinigung für öffentliches Recht die Knesset und die Regierung scharf angegriffen. Beinisch beschuldigte die gewählten israelischen Vertreter einer “Hetze gegen die Richter” durch ihre Gesetzesvorschläge, die der Macht des Gerichts winzige Einschränkungen zufügen würde…

Katzav sitzt ein:
Ein guter Tag für die Demokratie
Der Haftantritt des ehemaligen Präsidenten Moshe Katzav ist einer der wichtigsten Momente der israelischen Demokratie. Katzav hat mit allen Mitteln versucht, durch Ausnutzung seiner Macht die Verurteilung zu verhindern, doch die Gerechtigkeit hat gesiegt...

Den Segen vervielfachen:
Israels Innovationen in der Landwirtschaft
Die Landwirtschaft eroberte ihren bedeutenden Platz im jüdischen Leben mit der Entstehung des Zionismus wieder zurück, welcher der Besiedlung des Landes und der Selbstversorgung seiner Bewohner ein zentrales Gewicht bemaß. Junge Zionisten, inspiriert von linken Ideologen wie etwa A.D. Gordon, strebten danach, wieder in Kontakt zur Natur zu treten…

Google Voice Search:
Jetzt auch auf Hebräisch und Arabisch
Google hat am Montag mitgeteilt, dass sein Dienst “Google Voice Search” nun auch auf Hebräisch und Arabisch verfügbar ist. Es handelt sich bei dem auf Spracherkennung basierenden Dienst um eine App für Android und iPhone…

Wieder ein Brandanschlag auf eine Moschee in der Westbank. In der Nacht auf Mittwoch wurden in Burkina zwei Fahrzeuge in Brand gesteckt, sowie brennende Reifen in den Eingang einer Moschee geworfen und mehrere Fenster eingeschlagen.
Bei den Tätern könnte es sich um rechtsextreme jüdische Jugendliche handeln, die bereits in den vergangenen Wochen palästinensische Einrichtungen attackiert haben.

Seltener Erfolg:
Anerkennung für Israel in UN-Vollversammlung
Israel hat einen seltenen Erfolg bei den Vereinten Nationen erzielt: 133 Mitgliedstaaten stimmten am Donnerstag (1.12.11) für den israelischen Antrag, Entwicklungsländern den Zugang zu Agrartechnologie zu erleichtern…

Zur Kenntnisnahme:
Neue Töne aus Arabien
Oh, Welt! Wir alle müssen zusammen stehen, gemeinsam. Wir werden unsere Farben hinzufügen und die Buntheit des Universums wird erstrahlen mit unseren Songs…

Am heutigen Mittwoch, 7.12., muss Israels ehemaliger Präsident Mosche Katzav seine siebenjährige Haftstrafe antreten. Der wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung Verurteilte hat sich um 10 Uhr Ortszeit im Ma'asiyahu-Gefängnis in Ramle einzufinden.
Katzav wird die erste Zeit 24 Stunden am Tag überwacht, weil er als selbstmordgefährdet eingestuft wurde, wie auch um ihn gegen Übergriffe von anderen Häftlingen zu schützen. Zumindest die erste Zeit wird sich Katzav eine Zelle mit dem ehemaligen Shas-Minister Shlomo Benizri teilen, der eine Haftstrafe wegen Korruption absitzt.

Steuererleichterung:
Reform nach Trajtenberg-Empfehlungen verabschiedet
Die Knesset hat am Montag einstimmig in zweiter und dritter Lesung das Gesetz für die Steuerreform verabschiedet, die die Trajtenberg-Kommission empfohlen hatte…

Züchtigkeit:
Geschlechtertrennung an Schulen nimmt zu

Die Anzahl von nach Geschlechter getrennten getrennten Schulen in Israel hat sich in den vergangenen zehn Jahren verdreifacht. Das ergab die Auswertung von Daten des Bildungsministeriums…

Sorge um die Demokratie:
Israelische Minister weisen Clintons Kritik zurück

US-Außenministerin Hillary Clinton hat sich besorgt über den Zustand der Demokratie in Israel geäußert. In der wöchentlichen Kabinettssitzung wiesen mehrere israelische Minister die Vorwürfe zurück…

Orthodoxe Bevormundung:
Leben und leben lassen
Unsere Nerven liegen blank. Die Anderen, verlangen wir, sollen draußen bleiben und sich raushalten. Frauen sagen: Haltet euch bei unserem Uterus heraus; die Rabbis legen fest: Bleibt draußen, wenn Frauen singen. Die Ultraorthodoxen rufen: Bleibt draußen aus unserem Viertel. Und die Säkularen fordern: Haltet euch aus unserem Leben heraus. Und Ashkenasim und Sephardim, Siedler und Linke, Magnaten und soziale Aktivisten wurden hier noch gar nicht erwähnt…

Nostalgie:
Erlebnis Kibbuz
Nach dem Sechs-Tage-Krieg 1967 kam eine Welle von Volontären aus der ganzen Welt nach Israel. Sie waren begeistert von der Idee des Kibbuz als echter sozialistischer Gesellschaft mit gemeinsamem Besitz, Einkommen und gerechter Arbeitsteilung…

Teures Pflaster:
Israel auf Platz 3 des Hotelpreisindexes
Israel rangiert auf der Liste der Länder mit den teuersten Hotels unter den Top 3. Dies geht aus dem halbjährlich veröffentlichten Preisindex von “Hotels.com” hervor. Touristenverbände führen Sicherheitsvorschriften und Speisegesetze als Gründe für die Höhe der Preise an…

Radio haGalil / mp3

Angeblich illegal:
Stimme des Friedens verstummt
Der israelisch-palästinensische Sender “Kol haSchalom” schweigt seit dem 17. November. Er hatte sieben Jahre lang eine Mischung aus Gesprächsrunden, Interviews und Popmusik gesendet. Die Sendungen wurden in Ostjerusalem produziert und von Bitunia bei Ramallah ausgestrahlt…

Moral und Weltanschauung:

"Ist es noch gut, für unser Land zu sterben?"
David Ranan hat junge Israelis über ihren Dienst in der Armee befragt. Wer Israel verstehen will, muss dieses Buch lesen…

Lieber sein lassen?
Israel und die Beatles
In welchem Land steht ein John-Lennon-Wald? In welchem Land strahlte ein Radiosender eine 60teilige Serie über die Geschichte der Beatles aus? In welchem Land sammelt ein Parlamentsmitglied Raubkopien der Beatles? Die Antwort auf all die Fragen ist: Israel…

Israel gegen Lieberman:
Der Oberste Gerichtshof schlägt zurück
Die Vorsitzende Richterin des Obersten Gerichtshofes, Dorit Beinisch, hat am Donnerstag in einer Rede bei der Jahreskonferenz der Israelischen Vereinigung für Öffentliches Recht am Toten Meer die Regierung und der Regierungskoalition angehörende Knessetabgeordnete scharf angegriffen…

Sand in den Augen und Angst im Herzen:
Gesetz zu Verleumdungsklagen
Die Knesset hat gestern in erster Lesung ein Gesetz verabschiedet, das die maximale Entschädigungssumme für Verleumdung (ohne nachweisliche Schädigung) auf 300.000 Shekel (ca. 60.000 Euro) erhöht. Dies ist sechs Mal so viel wie bisher…

Vorerst gestoppt:
Gesetz über die Finanzierung politischer Organisationen
Zahlreiche Einsprüche waren in der vergangenen Woche gegen die Entscheidung des Kabinetts eingegangen, die beiden Gesetzesentwürfe für eine Begrenzung der Finanzierung politischer Organisationen durch ausländische Regierungen zu unterstützen…

Schwer zu glauben:
Netanjahus Regierung erklärt Europa den Krieg
Glaubt Netanjahu wirklich, dass die EU-Regierungschefs stillhalten, wenn die israelische Regierung Organisationen zum Schweigen bringt, die die Verletzung zentraler Artikel des Handelsabkommens zwischen Israel und der EU von 2002 überwachen?…

Europäische Geldanlage:
Unsicheres Gelände
Die Linke greift zu den Waffen: Am Sonntag hat die Regierung mit elf zu fünf Stimmen die Unterstützung zweier Gesetzesentwürfe beschlossen, die die Finanzierung israelischer Menschenrechts-NGOs durch ausländische Regierungen begrenzen sollen…

Sich dumm stellen:
Ein unehrliches Gesetz
Die Gesetzesinitiative für ein Verbot der Finanzierung von NGOs durch ausländische staatliche Entitäten ist scheinbar dazu bestimmt, die Einmischung in innenpolitische Angelegenheiten des Staates Israel zu verhindern. Angenommen wird dabei, dass es Kräfte des Bösen gäbe, die Israel auf diesem Wege schaden wollen…

"Israels Demokratie in Gefahr":
Meinungsfreiheit eingeschränkt?
"Der Demokratie in Israel droht akute Gefahr", so Oppositionschefin Zipi Livni in der Knesset, dem israelischen Parlament. Neue Gesetzesvorlagen könnten die Unabhängigkeit des Obersten Gerichts beschneiden, dem israelischen Pendant eines Bundesgerichtshofes. Diskutiert wird auch eine Beschränkung ausländischer Finanzierung anti-israelischer Nicht-Regierungs-Organisationen…

Kritisches Denken und Mut:
Der Oberste Gerichtshof braucht Richter wie Sohlberg

Im Kampf gegen die Berufung des Richters Noam Sohlberg an den Obersten Gerichtshof wurde so viel Scheinheiligkeit und fremde Interessen aufgefahren, dass es schwer ist zu entscheiden, womit man anfangen soll…

Kein Dialog:
Israel und die Islamisten
Schon zu Beginn der "Arabellion" wurde in deutschen Medien behauptet, Israel sei gegen eine Demokratiebewegung in den arabischen Ländern, weil es die Konkurrenz als "einzige Demokratie in Nahost" scheue. Ebenso wurde Israel nachgesagt, das Gespenst des Islamismus zu fürchten. Gleichwohl ist Islamismus in Israel kein Thema...

Fifa:
Drusischer Fußballstar darf in Nationalmannschaft
Vor dreißig Jahren entschied die Regierung Menachem Begin, die Militärverwaltung des Golan aufzuheben und ihn endgültig zu annektieren. Den drusischen Bewohnern des Gebietes wurde damit auch die israelische Staatsbürgerschaft angeboten, sie lehnten sie jedoch ab und sind seitdem zwar Einwohner des Staates Israel, jedoch staatenlos. Dies muss man wissen, um die Geschichte des 1985 geborenen Fußballspielers Wiam Amashe zu verstehen, in dessen Ausweisdokument, wie bei den anderen Drusen des Golan, ein “Status unklar” vermerkt ist...

Palästinensische Steuern und Zölle:
Israel gibt Gelder frei
Israel will die zurückbehaltenen Zölle und Steuergelder an die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) weiterleiten. Dies entschied der enge Kreis von acht Ministern am Mittwoch – gegen den Willen von Außenminister Avigdor Lieberman…

Eine Art Singapur:
Rückkehr aus Kairo
Im November 1977 landete der ägyptische Präsident Anwar al-Sadat auf dem Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv. Einige Wochen später saßen wir, eine Gruppe von israelischen Journalisten, im alten Shepheard-Hotel in Kairo, in fußläufiger Entfernung vom Tahrir-Platz…

Riesige Umsätze:
Cannabis im Internet
Das börsennotierte US-Unternehmen General Cannabis Inc., ein kalifornischer Service-Dienstleister für die medizinische Marihuanaindustrie, hat die Domain Marijuana.com für 4,2 Mio. Dollar erworben. Die Investition wird sich lohnen: Mit der Plattform WeedMaps, die das Auffinden von Ausgabestellen für medizinisches Marihuana...

Immunsystem aktivieren:
Impfung gegen Krebs
Einen besonderen Durchbruch in der Krebsforschung hat nun die israelische Firma “Vaxil BioTherapeutics” erzielt: Es handelt sich um eine Impfung, die zurzeit im Hadassa-Universitätsklinikum in Jerusalem getestet wird...

Kein Witz:
Israels heilende Clowns
Israel setzt heilende Clowns ein, um das natürliche Potential der Hormone zu nutzen, die beim Lachen freigesetzt werden. In Israel sind medizinische Clowns kein Witz: Sie werden als Co-Therapeuten bei der Patientenpflege betrachtet…

Terror im Norden:
Raketenangriff aus dem Libanon
In der Nacht zum Dienstag haben Terroristen aus dem Libanon mehrere Raketen auf Westgaliläa abgeschossen. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) erwiderten das Feuer. Es handelt sich um einen sehr ernsten Vorfall. ZAHAL betont, dass die libanesische Regierung dafür verantwortlich ist, solche Angriffe auf israelisches Territorium zu verhindern…

Anhören: [sound/radio/uno-1947.rm]

Die Unabhängigkeit des Staates Israel:
Kaf Tet beNovember
Am 29. November 1947 stimmte die Vollversammlung der Vereinten Nationen für die Errichtung von zwei Staaten auf dem Gebiet des britischen Mandatsgebietes (westlich des Jordans) - eines jüdischen und eines arabischen Staates. Die Juden nahmen den Vorschlag an, die Araber lehnten ihn ab...

Kaf-Tet:
Ein Tag im November
Am Dienstag wird der 64. Jahrestag eines schicksalhaften Tages für unser Leben sein. Ein Tag im November. Ein Tag zum Erinnern: Am 29. November 1947 nahm die Vollversammlung der Vereinten Nation mit 33 gegen 13 Stimmen (und 10 Enthaltungen) den Palästina-Teilungsplan an. (UN-Resolution 181)…

Mahmud Abbas zum 29.November:
Palästina will friedlich mit Israel leben
Zum Jahrestag des UN-Teilungsplans vom 29-11-1947 zitiert die Generadelegation Palästinas Auszüge aus der Rede des Präsidenten Mahmoud Abbas, verlesen vom Botschafter bei der UN, Rijad Mansur, am Dienstag in New York…

29. November:
Der UN-Teilungsplan
Am 29. November 1947 rief die Vollversammlung der Vereinten Nationen zur Teilung des britischen Mandatsgebiets Palästina auf (Resolution 181). Das Land sollte in einen jüdischen und einen arabischen Staat aufgeteilt werden. Die Mehrheitliche Empfehlung einer Teilung wurde mit 33 zu 13 Stimmen bei zehn Stimmenthaltungen angenommen...

Bauhaus und Kibbuz:
Die Neuerfindung von Utopia
Das Wohnen und Arbeiten in Gemeinschaft, am Bauhaus zum Grundbestand einer Hochschule gemacht, ist im Kibbuz bis heute der Rahmen, in dem das Leben abläuft. Und auch direkte Einflüsse gibt es, etwa durch die Bauhäusler, die nach dem Studium in Deutschland nach Palästina gelangten und dort den Aufbau eines israelischen Staates als Architekten und Planer mitgestalteten...

Todesangst:
Iranischer TV-Kanal muss 100.000 Pfund Strafe zahlen

Die britische Medienregulierungsbehörde Ofcom hat den englischsprachigen Kanal des iranischen Staatsfernsehens mit einer Geldstrafe von 100.000 Pfund belegt. Der Sender mit Namen Press TV soll ein Interview mit dem 2009 im Iran gefangen gehaltenen Newsweek-Journalisten Maziar Bahari ausgestrahlt haben, das unter Zwang geführt wurde…

Nach Botschaftsstürmung:
Deutschland darf Sanktionen gegen Iran nicht bremsen
Zentralbank ist Irans wichtigste verbleibende Schnittstelle zu den internationalen Märkten…

Schwerer Schlag für Irans Atomprojekt:
Mysteriöse Explosionen im Iran
Am Montag flog offenbar erneut eine geheime iranische Atomanlage in die Luft, diesmal bei Isfahan. Iranischen Medien meldeten erst eine Explosion, ohne nähere Informationen zu liefern, entfernten aber kurz darauf den Bericht wieder aus dem Internet. Was dann vom Iran, heruntergespielt, erweist sich anhand von Digitalglobe-Satellitenbildern jedoch als eine Szene schlimmster Verwüstung mit vielen zerstörten Gebäuden...

Iranpolitik:
Wo bleibt die Europäische Union?
Der "finanzielle Krieg" gegen Teheran wäre der humanste Weg, den atomaren zu verhindern…

Skandal der letzten Jahre:
Sanktionsspektakel zum Iran
Das völlig unzureichende Agieren des Westens in Bezug auf das iranische Atomprogramm zwingt Israel förmlich zum Handeln…

Man gibt sich gelassen:
In Israel ist Iran (fast) kein Thema
"Kein Mensch redet über Iran. Wir haben andere Sorgen: die hohen Preise, der Ärztestreik. Iran ist absolut uninteressant. Eher schon interessieren uns die Raketen der Hamas aus dem Gazastreifen, weil da halt Bekannte direkt betroffen sind." Was der Musiker Dov E. im sagt, entspricht den Ansichten anderer Israelis, befragt im Supermarkt beim Einkaufen oder im Bus…

Twitter, Facebook, Youtube:
Weltkrieg im Internet
Das "geehrte Oberhaupt der Islamischen Revolution", Seine Exzellenz Ayatollah Sayed Ali Khamenai, ist der populärste nahöstliche Politiker. Das ergab eine Studie der israelischen "Profile Group", spezialisiert auf Internet-Kampagnen…

Ruach chadascha:
Stipendien für Jerusalem
Jerusalem ist eine begehrte Studienstadt – doch nach dem Abschluss verlassen die meisten jungen Erwachsenen die Stadt wieder…

Von Rabin zu Netanjahu:
"
DU hast die Nase voll?"
“Man kann alle Leute einige Male anlügen und einige Leute immer anlügen. Aber man kann nicht alle Leute immer anlügen.“…

Frieden und Wirtschaft:
Rabin – ein guter Ökonom
Am letzten Samstagabend war ich auf dem Rabin-Platz. Ich bin dort jedes Jahr, als Teil meiner Bürgerpflicht, demjenigen die Ehre zu erweisen, der auf dem Altar des Friedens ermordet wurde. Jeder sollte mindestens einen Tag im Jahr dem frustrierenden Gedanken widmen, dass, wenn der Allgemeine Sicherheitsdienst (SHABAK) seine Arbeit richtig getan und den Mörder festgenommen hätte, wir uns heute in einer ganz anderen, viel besseren Wirklichkeit befänden…

Jerusalem:
König Herodes hat den Tempel nicht fertig gebaut
Eine archäologische Entdeckung brachte jetzt den Beweis, dass nicht Herodes sondern erst sein Enkel Agrippas II zwanzig Jahre nach dem Tod des Herodes die heutige Klagemauer und andere Teile des Tempels errichtet hat…

"Performance trotz aller Probleme":
Wirtschaftswunder im Heiligen Land
Nur 20% Israels ist landwirtschaftlich nutzbar. Dennoch hat sich der landwirtschaftliche Output seit Unabhängigkeit des Landes im Mai 1948 versechzehnfacht – ein Vielfaches des Wachstums der Bevölkerung. Dies ist zurückzuführen auf viel Schweiß und noch mehr Innovation und Kooperation…

Islamisten auf dem Vormarsch:
Ein langer arabischer Winter

Der “Arab Human Development Report” des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen hat 2002 „tief verwurzelte Missstände“ in arabischen Ländern festgestellt. Mit anderen Worten, die arabischen Gesellschaften sind krank. Diese Krankheit spiegelt sich, so der Bericht, in dem Mangel an „Respekt für Menschenrechte und Freiheiten“, dem Status der arabischen Frauen und dem mangelhaften Stand der „Aneignung von Wissen und seiner effektiven Nutzung“ wider…

"Doppelter Standard":
Zur Lage der Christen in der arabischen Welt
Der "arabische Frühling" bedeutet akute Gefahr für die christlichen Minderheiten in der gesamten islamischen Welt. Der bevorstehende blutige Herbst und Winter kann das Ende uralter christlicher Gemeinden bedeuten. Nicht zufällig klammern sich die syrischen Christen an Präsident Baschar Assad, trotz der Massaker. Unter Assad dürften sie sich sicherer Fühlen als unter dem voraussichtlichen Chaos danach oder gar einer Machtübernahme von Islamisten…

Ärzte-Streit:
Beide Seiten nehmen Vorschlag von Gericht an

Am Sonntag haben die Assistenzärzte zugestimmt, den Vorschlag des Obersten Gerichtshofes anzunehmen, demzufolge Verhandlungen mit dem Finanzministerium unter Moderation zweier Mediatoren wieder aufgenommen werden sollen…


Alija:
27 Jahre Operation Moses
Am 21. November 1984 fand die historische "Operation Moses" statt, die mehr als 8.000 äthiopische Juden nach Israel brachte…

Ein Recht auf Leben:
Neulich am Toten Meer
“Sag mal, bist du eigentlich enttäuscht?”, fragte ich diese Woche das Tote Meer. “Ach, ist doch egal”, antwortete es. “Ich habe eh nicht dran geglaubt. Wenn noch nicht mal Amos Oz den Nobelpreis kriegt, was soll ich mich dann schon beschweren?” “Komm, jetzt sag schon”, sagte ich zum Toten Meer. “Ich bin´s, Regev, wir kennen uns ja schon ne Weile, ich hab mich schon als kleiner Junge Ende der Siebziger auf dir treiben lassen, als hier noch die Hippies rumrannten. Lass es raus”…

Trauriges Gesamtbild:
Armutsbericht veröffentlicht
Sozialminister Moshe Kachlon hat am Donnerstagmorgen den Armutsbericht der Regierung für das Jahr 2010 vorgestellt. Der Bericht zeigte eine leichte Verringerung der Zahl der Armen, auch die Kinderarmut ist leicht gesunken…

Erstaunlich wenig beachtet:
Die "Döner-Morde" und die israelischen Medien
Die Berichterstattung über Deutschland in israelischen Medien ist spärlich, es sei denn, es geht um aktuelle Politik mit direktem Bezug zu Israel. Die Mordserie deutscher Neo-Nazis fand nur eine erstaunlich geringe Beachtung in den israelischen Medien…

Eingefangen:
Ausgestorbener Frosch wiederauferstanden
Der "Rundzungenfrosch mit schwarzer Kehle" ist vor sechzig Jahren in den Hula-Sümpfen nördlich des See Genezareth ausgestorben. Diese Froschart war nur in diesem früheren Sumpfgebietgebiet in Ober-Galiläa heimisch und nirgendwo sonst in der Welt gesichtet worden…

Balkan Beat Box:
Ori Kaplan & Tamir Muskat im Interview
Balkan Beat Box ist eine Weltmusikgruppe, die von Ori Kaplan, Tamir Muskat und Tomer Yosef gegründet wurde. Ori Kaplan und Tamir Muskat sind beide in Israel aufgewachsen, trafen sich jedoch erstmals in Brooklyn. Beide sind mit Musik groß geworden. Kaplan war ein Klezmerklarinettist und spielte unter anderem bei Gogol Bordello, während Muskat Schlagzeuger einer Punkband gewesen ist…

Shalom, Deutschland:
Der Botschafter verabschiedet sich
Am kommenden Montag verlasse ich, nach genau vier Jahren, Berlin und blicke auf eine spannende und interessante Zeit zurück...

Bildungssystem gescheitert:
Arabisch-Unterricht für alle
Der Vorschlag einiger Knessetabgeordneter, den Status des Arabischen als eine der beiden offiziellen Sprachen des Staates Israel abzuschaffen, ist ein dummer Schritt. Mehr als das, er ist Ausdruck eines Mangels an Respekt gegenüber den mehr als eine Million israelischer Staatsbürger, deren Muttersprache Arabisch ist…

Arbeitskampf hält an:
Leitende Krankenhausärzte reichen Kündigung ein

Heute Morgen haben etwa hundert Klinikärzte, darunter zahlreiche Chef- und Oberärzte, ihre Kündigung eingereicht. Mit diesem Schritt protestieren die leitenden Klinikärzte gegen die Entscheidung des Nationalen Arbeitsgerichts, die kollektive Kündigung von Assistenzärzten nicht anzuerkennen…

Kein Witz:
Israels heilende Clowns
Israel setzt heilende Clowns ein, um das natürliche Potential der Hormone zu nutzen, die beim Lachen freigesetzt werden. In Israel sind medizinische Clowns kein Witz: Sie werden als Co-Therapeuten bei der Patientenpflege betrachtet…

Likud auf Abwegen:
Umstrittene Gesetze zur Richterberufung verabschiedet

Geheimdienstminister Dan Meridor, Mitglied des Likud, hat heute Morgen die Gesetzesinitiativen zur Berufung der Richter zum wiederholten Male scharf kritisiert. "Der Likud darf nicht zu einer radikal-nationalistischen Partei werden", so der Minister gegenüber dem Radiosender "Galei ZAHAL"...

Fundsache:
Arabische Inschrift von Friedrich II
Ein Stein mit kunstvoller arabischer Inschrift, in Zweiverwendung in eine Wand eines Hauses in Jaffo südlich von Tel Aviv eingemauert, stellte sich als äußerst seltene Inschrift aus der Zeit der Kreuzfahrer heraus. Bisher wurde vermutet, dass es sich um eine wenig bedeutungsvolle Inschrift aus der osmanischen Periode halte…

Am Freitag, 11.11., verstarb in Israel die Lyrikerin Ilana Shmueli.
Sie war eine Jugendfreundin Paul Celans aus Czernowitz und stand mit ihm in anhaltendem Briefwechsel. Ilana Shmueli, 1924 als Liane Schindler in Czernowitz geboren, überlebte das Ghetto in ihrer Heimatstadt und flüchtete nach Palästina. In Israel arbeitete sie als Sozialpädagogin. Ihre Werke wurden teilweise auch ins Deutsche übersetzt. Die Beerdigung fand am Sonntag in Tel Aviv statt. Jehi sichra baruch.

Feindliche Übernahme:
Israel am Ende?
Phase eins wird schon seit langem als Erfolg gebucht: Die Siedler haben die Kontrolle über die besetzten Gebiete und benützen ihre Macht und ihre Bauprojekte, um jede gerechte Abmachung zu vereiteln. Aber jeder, der dachte, sie siedeln in der Westbank, um (nur) sie zu kontrollieren, sollte einen Blick auf Phase zwei des Planes nicht scheuen, die sich auf ihrem Höhepunkt befindet und schon eine Erfolgsgeschichte ist…

Ausgeträumt:
Jordanien ist nicht der Palästinenserstaat
Außenminister Avigdor Lieberman hat am Montag in der Sitzung des Außen- und Sicherheitsausschusses der Knesset erklärt, wer behaupte, Jordanien sei der Palästinenserstaat, “schadet den Sicherheitsinteressen Israels”. Lieberman stellte dies klar, nachdem berichtet worden war, Mitglieder der Regierung erwögen die Errichtung eines Palästinenserstaates in Jordanien…

Ghadafi:
Ein Blick aus der Villa
Die Leichen von Muammar Gaddafi und seinem Sohn Muatasim waren kein schöner Anblick. Nachdem ich sie einmal gesehen hatte, schaute ich weg, wenn sie wieder und wieder im TV gezeigt wurden – buchstäblich ekelerregend…

Integration:
Die russische Stimme
In Israel leben 1,2 Millionen Russisch-Muttersprachler, die gerne ignoriert werden. Im August haben wir der Trajtenberg-Kommission eine Reihe von Vorschlägen gemacht, die dieser Gruppe hätten helfen können, unter anderem die Erstattung der Ausgaben für Menschen, die im Ausland heiraten müssen und eine Anhebung des Solds für Berufssoldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL)…

Eines nicht so fernen Tages:
Ein neues Israel entsteht
Seit Anfang November 2011 berichten israelische Medien, dass Ministerpräsident Benjamin Netanjahu einen Gesetzentwurf seiner „Likud“-Fraktion unterstütze, wonach israelischen Organisationen verboten werden solle, jährliche Zuwendungen von ausländischen Regierungen und Einrichtungen – so auch von den Vereinten Nationen und der Europäischen Union – über 20.000 NIS (~ 4.500 Euro) für ihre politische Arbeit anzunehmen…

High Tech Land:
Google eröffnet Gründerzentrum für israelische Startups
Der Generaldirektor der Abteilung für Forschung und Entwicklung von Google in Israel hat auf der jährlichen Entwicklerkonferenz am Sonntagmorgen mitgeteilt, dass das Unternehmen ein Gründerzentrum für israelische Startups eröffnen wird…

Aus wirtschaftlichen Gründen:
Kein Krieg gegen Iran
Israelische Finanzexperten kommen zum Schluss, dass es keinen Krieg gegen Iran geben werde. Amir Cahanovitch von „Klal Finanzim“ erklärte im Rundfunk, dass Iran von der Wirtschaftskrise in den USA wie in Europa profitiere, gerade jetzt wegen des umstrittenen Atomprogramms Schlagzeilen zu machen…

Haftantritt in vier Wochen:
Katzav-Urteil rechtskräftig
Der Israelische Oberste Gerichtshof hat einstimmig in letzter Instanz die Entscheidung des Tel Aviver Bezirksgericht bestätigt, der zufolge der ehemalige Präsident Moshe Katzav wegen Vergewaltigung und anderer Sexualvergehen zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt worden war…

Zwischen Washington und Berlin
Ein Zwischenruf zur transatlantischen Nahostpolitik
In den vergangenen Tagen kreuzten sich zwei Berichte, die ein bezeichnendes Licht auf das Verhältnis der Vereinigten Staaten von Amerika und der Bundesrepublik Deutschland zum Nahen Osten werfen...

Säbelrasseln:
Die (un-)Wahrscheinlichkeit einer Iran-Attacke
An keiner Börse der Welt wird so viel spekuliert wie zur Zeit über einen bevorstehenden israelischen Angriff auf Iran…

Lange vier Stunden:
Generalstreik legt öffentliches Leben lahm
Ein Generalstreik hat heute Morgen zwischen sechs und zehn Uhr das öffentliche Leben in Israel weitgehend lahmgelegt. Betroffen waren Züge, Busse, Universitäten, Ministerien und Stadtverwaltungen sowie auch der Flughafen Ben Gurion…

Mit einer "Botschaft des Friedens":
Israelische Politiker senden Festtagsgrüße
Anlässlich des muslimischen und drusischen Opferfestes haben verschiedene Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens Festtagsgrüße an die Muslime und Drusen übermittelt…

"Herr Lehrer, warum wurde er ermordet?":
Rabin Gedenktag

Wenn jemand ermordet wurde, wissen normalerweise alle, wo es geschehen ist, wann und warum. Über die Ermordung von Ministerpräsident Yitzhak Rabin wissen heutige Schüler nur, dass es vor 16 Jahren geschehen ist, sie wissen auch wo – aber sie wissen nicht, warum es passiert ist. Die meisten von ihnen sind nach dem Mord geboren. Sie werden in diesem Jahr wie in jedem Jahr wieder in weißen Hemden auf dem Schulhof stehen, wieder über den Mord hören und werden wieder nicht erfahren, warum Rabin ermordet wurde...

"Tag mechir":
Morddrohungen gegen "Peace-Now"- Aktivistin
Chagit Ofran, eine der führenden Aktivistinnen der Organisation "Peace Now" wurde erneut mit dem Tode bedroht…

Zum 4.November 1995

Nationalistisch-Religiöser Mord:
Der Tod des Jitzhak Rabin

Die innere Zwietracht wird furchtbar sein. Es wird Attentatsversuche geben. Rabin wird keines natürlichen Todes sterben. Das Land wird einen ungeheuren Schock erleben. Ein Teil der Nation wird sagen 'Wir haben doch recht gehabt!' und Rabin Nachgiebigkeit vorwerfen...

Zeichen an der Wand (1):
American Connection

Die Hetzkampagne gegen Jitzhak Rabin in Israel mochte noch so roh und schrill sein - verglichen mit der Kampagne in den USA, die sich gemeinhin eines zivilen Umgangstons im politischen Streit rühmen kann, konnte sie einem fast maßvoll vorkommen...

American Connection (2):
Auf dem Weg zum 4. November

Israels Generalkonsulin in New York verfolgte besorgt die anwachsende Hetzkampagne nationalistisch-orthodoxer Kreise in den USA gegen Rabin und Arafat...

Ein Prophet im Lande Israel:
Rabin wird keines natürlichen Todes sterben

Professor Harkabi (gest. 1994), war als Historiker mit der Geschichte des religiös-fundamentalistischen Fanatismus vertraut. Er hatte über den 'Grossen Aufstand der Eiferer' (um 70 allg.Z.) im belagerten Jerusalem und über den 'Zweiten Aufstand' der Anhänger Bar Kosibas (um 135 allg.Z.) geschrieben. Mit diesen Aufständen endete jüdisches Gemeinwesen in Erez Israel, das jüdische Volk wurde in alle Welt zerstreut. Harkabi verglich die historischen Eiferer (gr. Zeloten, hebr. Kanaim) mit dem Gush Emunim (Block der Getreuen), den Kämpfern für die Siedlungen in den besetzten Gebieten...

Israel 1994:
Die Gegner der Friedenspolitik verstärken den Terror

Massaker beim Freitagsgebet in der Ibrahimi-Moschee von Hebron, bei dem 30 Palästinenser erschossen werden...

1995 - Rabins letztes Jahr:
Die Hetze frisst die Hoffnung
Die Demonstrationen des Rechtsblocks, von Likud, über Nationalreligiöse bis zu Kach-Aktivisten werden immer größer, die Hetze immer aggressiver und die Gewaltbereitschaft immer bedrohlicher. Rabin wird gleichzeitig als PLO-Anhänger, Verräter, Geisteskranker, Alkoholiker, Judenrat, Kapo, SS-Mann und Mörder bezeichnet...

UNO-Report:
"Wellness" und Gefahren für die Menschheit
Wie bei der UNO üblich enthält der Report einige politisch brisante Zuordnungen. Bekanntlich gibt es 193 UNO-Mitglieder und zusätzlich als Staat den Vatikan. In dem Report fehlen also ein paar Länder, während die „Besetzten palästinensischen Gebiete“ als separates Land aufgelistet werden. Taiwan wird als „Provinz Chinas“ angeführt, jedoch ohne Daten von Taiwan bei China mitzuzählen...

Aus der Ferne betrachtet:
Was meinen Sie mit "Tod, Israel"?
Heute Morgen ging meine Tochter zur Schule, besorgt wegen ihrer Gemeinschaftskundearbeit. Als sie nach Hause kam, machte sie sich Sorgen über Raketensprengköpfe. Denn wie sich diese Woche herausstellte, befindet sie sich in deren Reichweite: Ihre Schule liegt nun innerhalb des Radius der Raketen, die weiter fliegen und tödlichere Sprengladungen haben als die Waffen, die wir bis vor kurzem kannten. Ihre Explosionskraft ist stark genug, um Fenster im siebten Stock eines Hochhauses zu zerstören…

69 Monate Gefängnis:
Israelischer Neo-Nazi verurteilt
In den Jahren 2005 bis 2007 wütete eine Neo-Nazi Bande mit Bogitch an der Spitze in der Gegend von Tel Aviv. Dutzende Menschen wurden wegen ihrer Hautfarbe, Rasse oder sexuellen Identität brutal angegriffen...

Wilde Spekulationen:
Israel wird Iran angreifen…
Entsprechende Behauptungen wurden schon vor zehn Jahren gestreut, unter Berufung auf namenlose "Regierungskreise"…

Ein Zeichen des Erwachsenwerdens:
Hebräische Namen wieder auf dem Vormarsch
Als der Journalist Yaron London noch vor zwei Jahren in einer Reportage Passanten befragte, ob sie eher ein Bier oder Parfum mit einem ausländisch klingenden oder einem hebräischen Namen kaufen würden, war die Antwort eindeutig: Die ausländisch klingenden Marken wurden bevorzugt…

Jerusalem:
Frauen wollen zurück auf die Plakatwände
Israel ist ein offenes und pluralistisches Land, doch in den letzten Wochen machten vermehrt Meldungen die Runde, wonach Frauen bei verschiedenen Gelegenheiten aus religiösen Motiven aus dem öffentlichen Raum gedrängt wurden. Dies betrifft auch die Plakatwände in Jerusalem, von denen Frauen seit einiger Zeit ganz verschwunden zu sein scheinen…

Gesellschaft:
20 Jahre "Operation Salomon"
Heute Abend wird in Israel der 20. Jahrestag der "Operation Salomon" gefeiert, bei der 14.000 äthiopische Juden innerhalb von 36 Stunden nach Israel ausgeflogen wurden…

Schulen bleiben geschlossen:
Weiter Raketen auf Israel
Der ohnehin fragile Waffenstillstand mit den Terroristen im Gaza-Streifen wurde am Montagabend durch erneuten Raketenbeschuss beendet…

Kritik an Protestbewegung:
Alles nichts
Wenn man mir vor zwei Monaten gesagt hätte, dass Netanyahu in der Regierung eine Entscheidung zur Erhöhung der Einkommenssteuer durchbringt und außerdem die Unternehmenssteuern und die Besteuerung von Kapitalerträgen erhöhen würde, hätte ich gelacht und erklärt, das sei nicht möglich. Schließlich geht es hier um eine Art Konversion, denn der Glaube Netanyahus war über all die Jahre der an die Steuersenkung, und jetzt tritt er plötzlich für ihre Erhöhung ein…

Trajtenberg-Kommission:
Steueränderungen gemäß Empfehlungen der beschlossen
Die Regierung hat beschlossen, die Veränderungen in der Besteuerung gemäß den Empfehlungen der Trajtenberg-Kommission umzusetzen…

Video-Blog:
Gilad Schalit und die Rolle der Medien
Für die Freilassung des israelischen Soldaten Schalit hat eine PR-Kampagne 1940 Tage lang gekämpft. Deren Leiter sagt mit Stolz: "Es gelang uns, eine Situation zu schaffen, in der jedes Kind sozusagen zunächst lernte 'Mama' und 'Papa' zu sagen und dann gleich 'Gilad Schalit'". Den Medien, die beinahe täglich über Schalit berichteten, gibt er eine "Eins plus". Sie selber haben offenbar kein Problem mit ihrer Rolle als Sprachrohr der Familie Schalit - oder mit ihrem Einfluss auf eine Regierung, die sich möglicherweise moralisch erpressbar machte...

Tote und Zerstörungen:
Raketenbeschuss auf Israel
Am Mittwoch hatte es erstmals Raketenalarm in Rischon Lezion und Rehovot gegeben, Vororten von Tel Aviv. Es fehlen nur noch wenige Kilometer, bis auch Israels Metropole Tel Aviv in Reichweite der Raketen radikaler Terrorgruppen des Gazastreifens liegt...

Der Süden des Landes ist wieder unter Beschuss aus dem Gazastreifen. Auch in der Nacht fielen weiter Raketen, die Bewohner der Region wurden immer wieder vom Alarm geweckt. Gestern wurde bei Einschlägen in Aschkelon u.a. ein 56-jähriger Mann so schwer verletzt, dass er später im Krankenhaus an seinen Verletzungen starb.
Bis zum Samstagabend gingen 25 Grad-Raketen auf Aschdod, Aschkelon, Ofakim, Beer Schewa und umliegende Orte nieder. In Aschdod wurde eine Schule getroffen. Für Sonntag wurde der Schulunterricht in der betroffenen Region ausgesetzt. Ein ägyptischer Vermittlungsversuch, ein Waffenstillstandsabkommen zu erreichen, schlug zunächst fehl. Seit 6.30 am Morgen sind keine weiteren Raketen abgefeuert worden. Verantwortung für den Beschuss auf Israels Süden haben der Islamische Jihad und zwei weitere kleinere militante Palästinensergruppen übernommen.

Einige Worte an Abbas:
Free Willy
Dem bekannten Film „Free Willy“ entsprechend, wurde ein neues Drehbuch geschrieben, das einstweilen den Titel „Free Mahmoud Abbas“ trägt. Infolge des „Sieges“ der Hamas möchte die Israelische Verteidigungsarmee (IDF) mit Hilfe einer Reihe von Gesten Mahmoud Abbas stärken…

Komplexe Zusammenhänge:
Die Wahrheit über den Gaza-Streifen
Mit dem Ende der fünfjährigen Gefangenschaft von Gilad Shalit haben verschiedene NGOs, in einem Versuch, ihre eigenen Agenden voranzutreiben, die Tatsachen für ihre Zwecke uminterpretiert…

Noch eine Rückkehr:
Ilan Grapel zurück in Israel
Der israelische Staatsbürger Ilan Grapel, der seit viereinhalb Monaten in einem ägyptischen Gefängnis einsaß, ist nach Israel zurückgekehrt…

Trotz Buh-Rufen:
Ein Israeli im malaysischen Fernsehen
Der israelische Boxer Ilya Grad hat Geschichte geschrieben: Er ist in einer Reality-Box-Show im malaysischen Fernsehen aufgetreten…

Fortschrittliche Raketensysteme:
Wieder Terror aus dem Gaza-Streifen
Palästinensische Terroristen aus dem Gaza-Streifen haben in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag drei Grad-Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert. Die Raketen detonierten in der Nähe der Städte Ashdod und Bnei Aish. Einige Anwohner erlitten einen Schock…

Abschiebung von Soldatinnen:
Armee der Männer
Im Zuge der Euphorie über die Freilassung Gilad Shalits haben wir viel über die “Armee des Volkes” gehört, deren Soldaten “unsere Kinder” seien. Doch nach weniger als einer Woche schon stellt sich heraus, dass, wie es in problematischen Familien vorkommt, es Söhne gibt, die mehr und Töchter, die weniger geliebt werden…

"Frieden und Brüderlichkeit":
Olivenbaum für Papst
Ein 200 bis 400 Jahre alter Olivenbaum ist auf Anweisung von Israels Premierminister Benjamin Netanjahu dem Papst geschenkt worden, als Symbol für die “blühenden” Beziehungen zwischen dem Vatikan und dem jüdischen Staat…

Theodor Herzl:

Der jüdische Superstar!
Andrea Livnat beleuchtet in ihrem Buch ein Jahrhundert der Rezeption der Herzlschen Idee und vor allem seine Person im öffentlichen Diskurs. Sie spannt den Bogen von der Entstehungsgeschichte Herzls-Legende, seinem Einsatz in den verschiedenen politischen Gedenkritualen und seine ideologische Instrumentalisierung im Bereich Schule und Erziehung bis hin zur Krönung als Pop-Ikone in der Alltagskultur...

Ein Prosit:
Es gärt in der Westbank
In Taybeh fand zum siebten Mal das palästinensische Oktoberfest statt. Besucher aus der ganzen Region zieht es zum Maßkrugstemmen, zu Shawarma, HipHop – und vor allem frischgezapftem Taybeh-Bier…

Kinereth:
Bahnhof von Tzemach wird restauriert
106 Jahre ist das Bahnhofsgebäude von Tzemach südlich des Sees Genezareth schon alt. Gebaut wurde es einst als wichtiger Halt der Jesreel-Bahn, einer Zubringerstrecke der berühmten Hijaz-Bahn, die die Region von Damaskus nach Medina mit direkter Anbindung nach Akko und Haifa durchquerte…

Ägyptische Gasexporte:
Leitungen nach Israel und Jordanien wieder frei
Die ägyptischen Gaslieferungen nach Israel und Jordanien sind testweise wieder aufgenommen worden. Das gab die staatliche ägyptische Nachrichtenagentur bekannt. Die vollständige Aufnahme der Lieferungen würde voraussichtlich in drei Wochen wieder erfolgen, so die Agentur…

Erdbeben:
Türkei nimmt Hilfsangebot aus Israel an
Zwei Tage nach dem schweren Erdbeben im Südosten der Türkei hat die türkische Regierung das Hilfsangebot der israelischen Regierung angenommen. Heute früh startete das erste Flugzeug der israelischen Luftwaffe mit mobilen Notunterkünften und Feldkrankenhäusern. Tausende Menschen haben ihre Häuser bei dem Beben verloren. In den nächsten Tagen soll ein Schiff mit einer weitaus größeren Hilfsladung in die Türkei aufbrechen…

Tägliche Angriffe:
Die vergessenen Christen des Ostens

Es ist nicht klar, was die westlichen Regierungen und westlichen Kirchen erreichen wollen, indem sie vor der Verfolgung der Christen in muslimischen Ländern ihre Augen verschließen…

Moralischer Diskurs:
Shalit und die israelische Öffentlichkeit
Das Abkommen zur Befreiung von Gilad Shalit ist die schwerste Reifeprüfung, die die israelische Gesellschaft zurzeit zu bestehen hat, schwerer noch als die Zeltproteste. Für beide gibt es noch keine Abschlussnote, doch sie deuten auf einen tiefergehenden Prozess des israelischen Erwachsenwerdens hin…
Frühere Meldungen (Israel/Nahost)...
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