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Judentum und Israel
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Dezember - November 2009
nahost-politik.de

DEZEMBER

Klage erfolgreich:
Oberrichter verbieten "Apartheid" in Israel
Die Autobahn 443 zwischen Tel Aviv und Jerusalem gilt als sichtbarster Beweis für Israels "Apartheid-Politik". Die Lebensader, täglich von 40.000 israelischen Fahrzeugen befahren, ist für Palästinenser gesperrt, obgleich sie durch besetztes Gebiet führt...

Wie in Nazareth arabische Israelis zu Hightech-Unternehmern werden:
Geburtshelfer in Galiläa
Auf den ersten Blick unterscheidet New Generation Technology (NGT) nichts von den übrigen zwei Dutzend Inkubatoren in Israel. In dem bei Nazareth gelegenen Industriepark setzen Forscher, Marketing- und Finanzexperten alles daran, um aus innovativen Ideen tragfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln. „Doch wir arbeiten hier in einem ganz einzigartigen Umfeld“, sagt Eyal Neria nicht ohne Stolz...

Siedlungsbau einfrieren:
Störenfriede des Zionismus
Theodor Herzls kanonische Aussage nach dem ersten Zionistenkongress – „In Basel habe ich den Judenstaat gegründet“ – ist seit langem zu einer abgegriffenen Formel geworden, weswegen ihre tiefere Bedeutung uns manchmal aus den Augen gerät...

Empfehlung mit Nachdruck:
Weihnachtsbäume "verletzen religiöse Gefühle"
Israelische Hotels, Restaurants und Clubs dürfen keine Weihnachtsbäume aufstellen, ihre Gäste nicht mit Weihnachtsmännern erheitern, keine rote Mützen austeilen oder "christliche Symbole" in ihren öffentlichen Räumen aufstellen. Eine entsprechende "Empfehlung" hat das Oberrabbinat ausgegeben…

Neue Ausgrabungen:
Die Familie "von Nazareth" lebte bescheiden und koscher
Die Familie "von Nazareth", Maria, ihr Ehegatte Josef und der im fernen Bethlehem geborene Sohn Jesus, lebten möglicherweise in einer kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung mit Innenhof und samt einer in den Felsen gehauenen Zisterne, in der sie im Winter das Regenwasser leitete. Sie verwendeten zudem aus Kalktein gemeißeltes Essgeschirr, wie es damals nur Juden benutzten, weil Steingefäße „koscher“ blieben...

Unterdrückte Maria und Josef:
Weihnachtliche Propaganda
Bethlehem steht im Mittelpunkt der Weihnachtsfeierlichkeiten. Doch das Licht von Bethlehem, die Friedensbotschaft der Geburtsstadt Jesu werden heute politisch missbraucht...

Jerusalem:
Multikulti Weihnachten
Das Bedürfnis, in treudeutscher Tradition Heilig Abend zu feiern und Kindheitserinnerungen zu pflegen, verliert sich auch nicht nach einem langen Aufenthalt in einem Land, wo es zwar eine winzige christliche Minderheit gibt, wo aber die Mehrheit das Weihnachtsfest etwa so wahrnimmt, wie die Deutschen Id el Fidr oder Jom Kippur...

Haifas "Fest der Feste":
Wo Alle Weihnachten feiern
"Weihnachten ist doch längst ein universales Fest für alle", sagt George, der christlich arabische Verkäufer von Weihnachtskitsch in Wadi Nisnas in Haifa. Für russische Juden hält er Plastik-Weihnachtsbäume für weniger als 2 Euro feil, mit Ständer als Tischdekoration...

Rennen gegen die Zeit:
UN und EU 'sehr besorgt'
Zum Ende des Jahres 2009 sehe die Situation im Nahen Osten sehr düster aus; die Verhandlungen zwischen Palästinensern und Israelis gingen nicht weiter, das Vertrauen sei sehr gering und in Jerusalem herrsche eine angespannte Stimmung, erklärte am Donnerstag Robert Serry, UN-Sondergesandter für den Nahen Osten…

Freihandelszone:
Europa – Mittelmeer
Den Rahmen für die Handelsbeziehungen zwischen der EU und den benachbarten Mittelmeerländern (MED-Ländern) bildet die Europa-Mittelmeer-Partnerschaft, die im November 1995 ins Leben gerufen wurde. Bei den Partnerländern handelt es sich um Algerien, Ägypten, Israel, Jordanien, Libanon, Marokko, Syrien, Tunesien, die Palästinensische Behörde sowie die Türkei…

Unbekannter Individualismus:
Rabbis verbannen Internet-Seiten
Ultraorthodoxe Rabbis haben eine Sperrung aller „frommen“ jüdischen Internetseiten angeordnet. „Mit Bedauern und Stolz geben wir die Schließung unseres Internet-Portals bekannt“, so Chaim Twersky, Betreiber des größten ultraorthodoxen Internet-Portals „Etrog“, im Armee-Rundfunk. „Natürlich bedauern wir das, weil wir viel Geld investiert und mit einem ganzen Team gearbeitet haben. Aber wir schließen es mit Stolz, weil wir uns ohne Widerspruch jeder Weisung der Rabbiner beugen“…

Tbc und Lepra:

2.000 Jahre altes Grabtuch in Jerusalem gefunden
Ein Archäologenteam hat in einem Grab in Jerusalem Fragmente eines Grabtuchs aus der Zeit von Jesus Christus gefunden. Nach Angaben der Wissenschaftler sei dies der erste bekannte Fund eines solchen Objekts. Der vor 2.000 Jahren Verstorbene ist zudem der erste dokumentierte Fall von Lepra, schreiben die Forscher im Wissenschaftsmagazin PLoS ONE…

Die Katze ist aus dem Sack:
Ganz Palästina
Palästina, ganz Palästina. Vor hunderttausend Menschen im Stadtzentrum von Gaza erklärte Ismail Haniyeh diese Woche das Ziel der Hamas. Der gemäßigte Ministerpräsident des gemäßigten Flügels der religiösen Palästinenserorganisation verkündete öffentlich, welche Friedenslösung seine Regierung anstrebt…

Football4Peace:
DFB in Jerusalem
Hoher Besuch in Jerusalem. DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, Mitglied der Jerusalem Foundation Deutschland e.V., besuchte die Nahost-Metropole gemeinsam mit Olliver Tietz (Geschäftsführer der DFB-Kulturstiftung) sowie einer hochrangigen Delegation des Deutschen Fußball-Bunds...

Vor Verhandlungen:
Abbas fordert Baustopp, auch in Ost-Jerusalem
Wenn sich Israel zu einem kompletten Siedlungsbaustopp für sechs Monate bereiterklärt, Aktivitäten in Ostjerusalem eingeschlossen, könnten Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen innerhalb dieses Zeitraumes abgeschlossen werden. Das sagte der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, der Tageszeitung “Ha´aretz” am Dienstag in einem Interview in Ramallah…

Umfrage:
Mehrheit der Palästinenser misstraut Israel
Die Mehrheit der Palästinenser, über 61 Prozent, ist gegen die Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen, solange sich Israel nicht an einen Baustopp, auch in Ost-Jerusalem, hält. Das ergab eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage des Instituts “Arabische Welt für Forschung und Entwicklung” (AWRAD) in Ramallah. Demnach sprachen sich nur 31 % für Verhandlungen aufgrund des Angebotes zum 10-monatigen Siedlungsbaustopp in der West-Bank (ohne Ost-Jerusalem) aus. 75 % sind der Ansicht, Israel werde sich nicht einmal an den ausgerufenen Siedlungsbaustopp halten, nur 22 % waren vom Gegenteil überzeugt…

An Israeli View:
Rupture and its rewards
The settlement construction freeze imposed by the government in Judea and Samaria has far-reaching practical, political and ideological ramifications…

A Palestinian View:
The ball is now with the international community
Binyamin Netanyahu’s announcement in late November that his government would implement a settlement freeze was not taken seriously by Palestinians, Arabs or other interested and involved parties…

Handfeste Krise:

Haftbefehl gegen Zipi Livni
Ein Bericht des arabischen Fernsehsenders Al Dschesira über den Haftbefehl eines britischen Richters gegen die israelische Oppositionschefin und ehemalige Außenministerin Zipi Livni konnte am Montag Nachmittag nicht erhärtet werden. Die israelische Botschaft in London entdeckte zunächst nichts. Derweil erklärte Livnis Büro, dass ihr geplanter Besuch wegen Terminproblemen verschoben worden sei…

Nach belgischem Modell:
Juristische Kriegsführung
Der Haftbefehl gegen die israelische Oppositionschefin Zipi Livni ist nur die Spitze eines Eisbergs. Für die palästinensische Kriegsführung mit juristischen Mitteln gibt es im Englischen sogar schon einen Fachbegriff. Statt „warfare“ betreiben sie „lawfare“, einen juristischen Krieg…

BeTeawon:
Chefs gegen Diplomatenchef
Die bekanntesten israelischen Chefs, darunter Chaim Cohen und Israel Aahroni haben einen öffentlichen Protestbrief an den Chef der israelischen Diplomatie, Außenminister Avigdor Lieberman geschickt. Darin beklagen sie sich über eine alte Regel, dass selbst nicht-jüdische Staatsgäste nur in koscheren Restaurants einkehren dürfen…

"Folge Deinem Schicksal":
Konzert im Jerusalem Theater
haGalil verschenkt zweimal zwei Karten...

Sprengstoff, Bräute und eine Giraffe:
Ägypten blockiert Schmugglertunnels
Die Blockade des von der Hamas beherrschten Gazasteifens soll jetzt mit einer unterirdischen Mauer aus Stahl perfektioniert werden. Amerikanisches Militär habe unter einem Mantel der Geheimhaltung damit begonnen, 18 Meter lange und fünf Zentimeter dicke Stahlplatten entlang der 13 Kilometer langen Grenze zwischen dem Gazastreifen und Ägypten in den Boden zu rammen...

Schlimmstes Unheil abgewendet:
Reaktionen auf EU-Papier
Schwedens Außenminister hatte in den letzten Tagen der schwedischen EU-Präsidentschaft versucht, den Status Jerusalems zu ändern und im Namen der EU eine Teilung der Stadt zu empfehlen...

Kirchenbesitz:
"Niemand wird so schnell den Bart abrasieren"
Der stellvertretende israelische Außenminister Dany Ayalon fliegt am Mittwoch Abend nach Rom, um Steuerverhandlungen zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Staat Israel fortzuführen. Angeblich habe Israel beschlossen, katholischen Einrichtungen im Heiligen Land eine teilweise Steuerfreiheit einzuräumen, berichtete die Zeitung Jedijot Achronot…

Gefährliche Siedler:
Deutsche Botschaft warnt vor Sicherheitslage in Jerusalem
Die deutsche Botschaft in Tel Aviv hat erstmals in der Geschichte an alle bei ihr registrierten deutschen Staatsbürger in Israel per Email eine Reisewarnung wegen einer Demonstration verschickt...

Fanatischer Glaube:
Ahmadinejads Messianismus
Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat jüngst die USA beschuldigt, sie würden Anstrengungen unternehmen, um die Rückkehr des „Mahdi“ zu verhindern, der in den Augen der Muslime als Messias gilt. Worte wie diese, die in westlichen Ohren verrückt klingen, sprach Ahmadinejad vor weniger als einer Woche in der Stadt Isfahan, bei einem Treffen mit Familien, die Angehörige im iranisch-irakischen Krieg vor mehr als 20 Jahren verloren haben...

Regionale Wissenschaftskooperation:
Nobelpreisträgerin Yonath in Jordanien
Weniger als drei Wochen vor ihrer Nobelpreisverleihung ist die israelische Chemikerin Ada Yonath nach Jordanien gereist, um die wissenschaftliche Zusammenarbeit in der Region zu fördern und den jüngst in Betrieb genommenen Teilchenbeschleuniger Sesame zu besuchen…

Reporter ohne Grenzen:
Amira Hass erhält Menschenrechtspreis
Reporter ohne Grenzen (ROG) hat die Israelin Amira Hass am 2. Dezember in Paris als „Journalistin des Jahres 2009“ ausgezeichnet. Der Menschenrechtspreis in der zweiten Kategorie „Medium des Jahres 2009“ ging an die tschetschenische Zeitschrift Dosh…

Todesstrafe für Drogenhandel:
Hamas wechselt von israelischem zu ägyptischem Recht
Die Hamas-Regierung im Gazastreifen hat das Strafrecht für Drogenhandel und -besitz geändert: Das bisher angewandte israelische Recht erschien ihr zu milde, in Zukunft gilt bei Drogendelikten ägyptisches Recht. Nach dem neuen Gesetz droht verurteilten Drogenhändlern nun die Todesstrafe…

Marihuana:
Regierung genehmigt Joints für Schmerzbehandlung
Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt dürfen bestimmte Patienten im Scheba-Krankenhaus in Tel HaSchomer bei Tel Aviv ab sofort Marihuana rauchen. Das Krankenhaus hatte als erstes in Israel ein Protokoll zum medizinischen Umgang mit Marihuana entworfen…

Welt-AIDS-Tag:
Zahl der Neuinfektionen in Israel gestiegen
In Israel leben derzeit 4.525 Menschen, die nachweislich an AIDS erkrankt sind. Das Gesundheitsministerium geht jedoch davon aus, dass tatsächlich mindestens 6.374 Israelis mit dem Virus infiziert sind. Das geht aus einer aktuellen Statistik hervor, die anlässlich des heutigen Welt-AIDS-Tages veröffentlicht wurde…

Reise nach Berlin abgesagt:
Ist Netanjahu wirklich krank?
Die Absage an Bundeskanzlerin Angela Merkel, mit zehn Ministern Berlin einen Tag lang zu besuchen zwecks einer gemeinsamen deutsch-israelischen Kabinettssitzung, kam sehr plötzlich und in letzter Minute. Am Sonntag Abend hielt ein gesund wirkender Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vor einem Journalisten-Kongress in der südisraelischen Stadt Eilat eine Rede…

Historisches:
Weihnachten in Bethlehem

Christbaum, Weihnachtsmann, Stollen, Lebkuchen und die schönen Weihnachtslieder sind liebgewonnene europäische Sitten und Gebräuche. Manche können bis ins Mittelalter zurückverfolgt werden…

Grippe:
Gestank wird teuer
Die Preise von Knoblauch sind in Israel um 30 Prozent gestiegen, wegen dem Aberglauben in China, dass der Genuss der stinkenden Knolle einer wirksamen Impfung gegen die Schweinegrippe gleichkomme…

Reality-TV:
Beten im Container
Wenn in dieser Woche im israelischen Fernsehen die zweite Staffel von »Big Brother« startet, gehört auch wieder eine arabische Teilnehmerin zum Personal der TV-WG. Palästinensische Kandidaten haben in israelischen Doku-Soaps inzwischen einen Stammplatz…

Mahmud und die Caudillos:
Ahmadinejads Bündnispolitik mit der Linken in Lateinamerika
Der iranische Präsident verreist gerne. Die vom Revolutionsführer Ajatollah Khomeini unmissverständlich formulierten globalen Ambitionen der iranischen Revolution übersetzt Ahmadinejad heute in eine gleichermaßen pragmatische wie ideologisch motivierte und leider auch einigermaßen erfolgreiche Bündnispolitik...

Kaf-Tet beNovember:
UN-Teilungsplan vor 62 Jahren verabschiedet
Die UN-Resolution 181, der Teilungsplan von 1947, wurde gestern vor 62 Jahren verabschiedet und war sowohl in der Kabinettssitzung als auch während eines Vortrages des stellvertretenden Außenministers Daniel Ayalon Thema…

Die Unabhängigkeit des Staates Israel:
Der Weg zum 14. Mai 1948

Am 29. November 1947 stimmte die Vollversammlung der Vereinten Nationen für die Errichtung von zwei Staaten auf dem Gebiet des britischen Mandatsgebietes (westlich des Jordans) - eines jüdischen und eines arabischen Staates. Die Juden nahmen den Vorschlag an, die Araber lehnten ihn ab. Am 14. Mai 1948 wurde der Staat Israel gegründet. Seither hat Israel nicht davon abgelassen, nach einer Möglichkeit der friedlichen Koexistenz mit seinen palästinensischen Nachbarn zu suchen...

Am 29.November 1947:
''Als die Stimmen ausgezählt wurden, ich glaube ich habe kaum geatmet''
Kein Staat wird auf einem Silbertablett dargereicht, und der Teilungsplan gibt den Juden nur eine Chance...

Weiteres Kartenmaterial zur Teilung:
Jerusalem 1947
The City of Jerusalem shall be established as a corpus separatum under a special international regime and shall be administered by the United Nations...

The General Assembly:
Text der UN-Resolution vom 29. November 1947

Having met in special session at the request of the mandatory Power to constitute and instruct a Special Committee to prepare for the consideration of the question of the future Government of Palestine at the second regular session...

Ein Blick zurück:

Die weise Entscheidung der UNO
Wegen des Lärms erwachte ich aus tiefem Schlaf. Draußen war ein Aufruhr im Entstehen, der von Moment zu Moment anschwoll, aufgeregte Stimmen von vielen Menschen. Es klang wie ein seltener Ausbruch von Freude. Ich streckte die Nasenspitze durch die Tür meines Hotels in Haifa. Begeisterte Menschen teilten mir mit, dass die UN-Vollversammlung soeben die Teilung des Landes beschlossen hatte...

NOVEMBER

Netanyahu:
"Zehnmonatiges Aussetzen des Siedlungsbaus"
Nach der Ankündigung von Ministerpräsident Netanyahu hat am Mittwoch auch das Kabinett einem zehnmonatigen Siedlungsbaustopp im Westjordanland zugestimmt. Die Regierung versteht dies als Zeichen, um die Wiederaufnahme von Gesprächen mit den Palästinensern zu erreichen…

Erinnerungen an David Ben-Gurion: 36 Jahre nach dem Tod von Israels Gründer ist die Zeit für die Auferstehung seiner Vision, den "Negev erblühen zu lassen gekommen", gekommen. Schon heute übertrifft die Nachfrage nach Immobilien das Angebot, neue Industriezonen schaffen Arbeitsplätze und zahlreiche Tourismus Projekte betonen die Schönheit von Israels Süden. Hier, im Negew, verwandeln sich weitreichende Gebiete in Stützpunkte für die Gewinnung grüner Energie.

Das war 2009:
Jahresrückblick Nahost
Ein Krieg in Gaza, Wahlen in Israel, Streit um Wahlen in den palästinensischen Autonomiegebieten und zwei Reden, eine von Präsident Barack Obama in Kairo und eine von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, gestalteten entscheidend das Jahr 2009 im Nahen Osten…

Staatsbesuch:

Bundesaußenminister Westerwelle in Jerusalem
Der Besuch des neuen deutschen Außenministers in Yad Vashem, kurz nach seiner Landung in Israel, ist von äußerst symbolischer Bedeutung. Wenn man darüber hinaus die Tatsache bedenkt, dass Guido Westerwelle schon knapp einen Monat nach seinem Amtsantritt beschlossen hat, Israel zu besuchen, dann ist es klar, dass auch die zweite Regierung Angela Merkels beabsichtigt, die besonderen Beziehungen zum jüdischen Staat zu bewahren… weiter…

Überaus positiv für die deutsch-israelischen Beziehungen:

Westerwelle in Israel als Freund empfangen
Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle wurde gestern als Freund in Israel empfangen. Am Flughafen von Tel Aviv wurde er vom stellvertretenden israelischen Außenminister Danny Ayalon mit folgenden Worten der Bewunderung und mit Freundschaftsbekundungen herzlich willkommen geheißen: „Herr Minister, we admire you. We admire your country. You are here with friends“…

Kurztripp:
Westerwelle besucht Israel
Sein erstes Telefongespräch mit einem ausländischen Amtskollegen führte der frisch vereidigte deutsche Bundesaußenminister Guido Westerwelle ausgerechnet mit Avigdor Liberman, dem israelischen Außenminister. Das wurde Journalisten von Diplomaten mitgeteilt. Nachdem Westerwelle schon die engsten Nachbarn Deutschlands besucht habe, darunter Belgien und Polen, setzt er am Montag eine weitere Tradition deutscher Außenminister fort, kurz nach Amtsantritt auch Israel zu besuchen...

Virtual Criminology Report:
Warnung vor “Kaltem Cyberkrieg”
McAfee hat die fünfte Auflage seines jährlichen Virtual Criminology Report veröffentlicht. Den Schwerpunkt bildet dabei das Thema Cyberkriegsführung. Denn das virtuelle Wettrüsten ist inzwischen definitiv Realität, ein “Kalter Cyberkrieg” hat dem Bericht zufolge bereits begonnen. Dieser könnte deutlich heißer verlaufen als das nukleare Wettrüsten des 20. Jahrhunderts…

Golan:
Assad will Netanjahu nicht treffen
Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat ein Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu abgelehnt. “‘Wenn Herr Netanjahu es ernst meint, dann soll er seine Experten in die Türkei schicken, damit sie dort mit unseren Experten verhandeln”, sagte Assad nach einem Treffen mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy in Paris…

Siedlungsbau in Israel:
Chancen auf Frieden mit den Palästinensern verbauen
Das Lob von US-Außenministerin Hillary Clinton für die angeblich restriktive Siedlungspolitik Israels ist nur wenige Wochen alt. Und Benjamin Netanjahus angebliche Zusicherung bei seinem Treffen mit US-Präsident Barack Obama, der Siedlungsbau im Westjordanland sei und bleibe stark eingeschränkt, erfolgte gar erst vor Tagen…

Palästinensische Unabhängigkeit:
Das langsame Sterben des Status-Quo
In Israel beunruhigt der Gedanke an eine mögliche Unabhängigkeitserklärung der Palästinenser, und dies obwohl die Formulierungen, die der palästinensische Präsident wählte, doch eigentlich eine Art Sieg für Israel ist. Die Palästinenser sprechen schließlich von einem Staat innerhalb der Grenzen von 1967 und damit lassen sie nicht nur die Osloer Abkommen mit Israel fallen, sondern geben – vor den Augen der gesamten Welt und insbesondere der UNO – den Traum eines vollständigen Groß-Palästina auf…

Die Presse:
Jeder wagt ein Tänzchen auf Obamas Nase
Barack Obamas Außenpolitik ist offenbar zu gut für diese Welt. Mit seiner ausgestreckten Hand, die er den Gegnern der USA seit seiner Angelobung immer wieder anbietet, greift der US-Präsident ins Leere. Den Friedensnobelpreis erhielt er für seine rhetorischen, nicht für seine außenpolitischen Leistungen…

Sackgasse:
Obamas Fiasko in Nahost
Ein Blick in die europäische Presse zeigt immer mehr Pessimismus…

Obama ohne PLO:

In der Sackgasse
Diesmal wird es auch die israelische Rechte schwer haben, den Besuch von Premier Benjamin Netanjahu bei Barack Obama als Fest der ungetrübten Freundschaft zu verkaufen, bei dem der US-Präsident vor laufenden Kameras eben ein bisschen wild tun muss, aber hinter den Kulissen aus dem Lächeln nicht mehr herauskommt. Die Beziehungen zwischen den USA und Israel sind angeschlagen…

Clinton:
Ohne Rabin-Mord bereits Frieden in Nahost
Ohne den Mord am Ministerpräsidenten Izchak Rabin würde nach Überzeugung des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton schon lange Frieden in Nahost herrschen. Israelische Medien berichteten am Sonntag, Clinton habe dies am Vorabend während einer Ansprache im Rabin-Friedenszentrum in Tel Aviv gesagt…

Beide Seiten betonieren Fakten:
5000 weitere Siedlungen in Ostjerusalem geplant
Die Jerusalemer Stadtverwaltung hat die Pläne für den Bau weiterer 5000 Siedlungen in dem von Israel 1967 völkerrechtswidrig annektierten arabischen Ostteil der Stadt angekündigt. Gemäß internationalen Agenturen werden einzelne Wohnungen in Jerusalem neuerdings als „Siedlungen“ bezeichnet, die gemäß internationalem Völkerrecht als „illegal“ bezeichnet werden...


Die USA sollten sich erstmal raushalten:
Rufen Sie im Weissen Haus an, fragen Sie nach Barack

Der israelisch-palästinensische Friedensprozess ist zur Farce verkommen. Es ist offensichtlich, dass alle Parteien nur immer weiter die langweiligen und altbekannten Szenen nachspielen und die immer ermüdenderen Klischees bemühen, ohne dies, ohne selbst noch daran zu glauben…

Wenig Begeisterung:
Netanjahu in Washington und Paris
Das Treffen zwischen Israels Premierminister Benjamin Netanjahu und US-Präsident Barack Obama fand in der letzten Woche in einer fast schon geheimen Atmosphäre statt. Es gibt nicht einmal ein gemeinsames Foto. Der US-Präsident hatte dem Treffen mit dem israelischen Premier erst im letzten Augenblick zugestimmt, und als Netanjahu in die USA kam, wich Barack Obama jedem öffentlichen Kontakt mit ihm aus. Weiters fand das Treffen nicht, wie üblich, im Gästezimmer des Weißen Hauses statt…

Israeli Cinema:
Der werfe den ersten Stein

Die moderne Karrierefrau und Mutter Michale ist in Tel Aviv fest eingespannt in ihrer traditionell sephardischen Familie...

Kadimah:
Mofaz gegen Livni
Neun Monate nach den Wahlen ist also die Rechte noch stärker geworden, während sich die von Ehud Barak in eine Koalition geführte Arbeitspartei auf dem besten Weg ist, von der politischen Landkarte ganz zu verschwinden. Gäbe es eine 5%-Klausel, könnten die Sozialdemokraten diese gerade noch überwinden…

Atom-Deal mit Iran
Türkei könnte Partner werden
Bei einer möglichen Einigung im Atomkonflikt mit dem Iran könnte die Türkei eine wichtige Rolle spielen. Es habe Gespräche zwischen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA und der Türkei über eine Zwischenlagerung iranischen Urans im Land gegeben, hieß es aus IAEA-nahen Kreisen in Wien…

Amos Oz:
Geschichten aus Tel Ilan
Amos Oz erzählt in seinem neuen Buch poetisch und sehr episch von den Einwohnern dieses kleinen Kosmos, in dem jeder jeden kennt und die einzelnen sich selber fremd werden. Geschichten von Menschen auf dem schmalen Grad zwischen dem, was hätte sein können und dem, was vermutlich nicht mehr sein wird...

So g
anz spontan?
Ein eigener palästinensischer Staat
Die Zweistaatenlösung gilt heute als Zauberwort zur Lösung aller anstehenden Probleme in Nahost. Die Israelis wollen die Palästinenser abstoßen. Die Palästinenser wollen die israelischen Besatzer abschütteln. Die Amerikaner, Europäer und die Araber glauben daran, dass den Palästinensern völlige Unabhängigkeit im Rahmen des Selbstbestimmungs-rechts der Völker zustehe…

Keine neue Idee:
Palästinenser wollen Staat ausrufen
Volkstänze in Ramallah, der Hauptstadt der palästinensischen Autonomiebehörde. Anlass ist der Jahrestag der Ausrufung eines palästinensischen Staates 1988 in Algier durch Jassir Arafat. Trotz Anerkennung durch über 100 Staaten, ist sie auf dem Papier geblieben…

Biografie:
Yasmin Levy
Die Ladino-Sängerin Yasmin Levy wurde in Baaka, einem kleinen, sehr schönen Viertel in Jerusalem am 23. Dezember 1975 geboren. Baaka hat viele enge, alte Gassen. Die Gegend ist noch immer ein lebendiger Bestandteil der Geschichte der Stadt, und für Yasmin ist sie ihr Ursprung. Sie lebt immer noch im jener Wohnung, in welche ihre Eltern einzogen, als sie gerade geheiratet hatten…


Boxen:
Israel hat wieder einen Weltmeister
Der israelische Boxer Juri Foreman hat am Samstag in Las Vegas Sportgeschichte geschrieben. Als erster Faustkämpfer seines Landes holte er den Weltmeistertitel. Foreman besiegte den Puerto Ricaner Daniel Santos nach 12 Runden und sicherte sich damit den WBA-Titel im Superweltergewicht…


Goldener Oktober:
Die Touristen kommen wieder

Wirtschaftskrise? Wer kann sich daran noch erinnern? Der Krieg in Gaza? Schnee von gestern! 330.000 Gäste kamen im vergangenen Monat nach Israel. Die Zahlen für Oktober verschönern die schlechten Zahlen dieses Jahres. Das sind gute Nachrichten für den israelischen Tourismus…

Hitler besiegen:
Die Leiden des jungen B.
Avraham Burgs gerade in deutscher Übersetzung erschienenes Buch “Hitler besiegen, Warum Israel sich endlich vom Holocaust lösen muss” (Campus Verlag Frankfurt am Main, New York) wurde nach seinem Erscheinen im Jahre 2007 in Israel sehr kontrovers diskutiert…

Zionismuskritik:
Prophet im eigenen Land

In Deutschland schlägt er das meist nichtjüdische Publikum in seinen Bann. Sie strömen zu Hunderten in seine Lesungen und hören dem leidenschaftlichen, demagogisch nicht unbegabten Redner gebannt zu, wenn er erklärt, warum er, der aus dem Herzen des zionistischen Systems, dem Glutkern israelischer Politik stammt, an ihr verzweifelt ist, zur Umkehr aufruft und damit für viele zum Renegaten geworden ist. Jüdische Zuhörer hingegen sind meist verstört und konfrontieren ihn mit dem Vorwurf, indirekt judenfeindliche Stimmungen zu bestärken. Warum beides der Fall ist, erfährt das Publikum aus Burgs kürzlich auf Deutsch erschienenem Buch Hitler besiegen. Warum Israel sich endlich vom Holocaust lösen muss…

Untergangspathos:
Das Recht auf Rückkehr
Wenn es geht, ziehen sie weg. Wenn sie nur ein Visum bekommen, nach Russland oder Amerika. Natürlich, Israel ist ihre Heimat, und man darf ja auch nicht einfach so kampflos fliehen: »Weggehen ist Verrat.« Aber das ist doch auch kein Leben: der Staat ist winzig, eine riesige Mauer versperrt nicht nur die Einreise, sondern auch die Ausfahrt. An den Checkpoints wird jeder genau untersucht, anhand der DNA wird überprüft, ob jemand Jude ist oder nicht, Hubschrauber, »Chicken Wings« genannt, scannen alle Personen auf den Straßen. Und trotzdem gibt es immer wieder Anschläge…

Daniel Bar-Tal (2):
Schritte zur Deeskalation im Nahost-Konflikt

Nach der skizzierten Analyse tragen psychologische Faktoren wesentlich dazu bei, dass die Beziehungen zwischen Israelis und Palästinensern in eine Sackgasse gerieten. Während die Grundzüge einer möglichen Lösung den Angehörigen beider Gesellschaften mehr oder weniger klar sind und diese Lösung auch von einer relevanten Mehrheit weitgehend mitgetragen wird, verhindert das beschriebene Syndrom eine Umsetzung und erlaubt es einer radikalen Führung und lösungsunwilligen Teilen der Gesellschaft, den Konfliktverlauf zu diktieren…

Daniel Bar-Tal:
Psychologische Friedensbarrieren im Nahost-Konflikt

Wer die Entwicklung im Nahost-Konflikt seit dem Tod von Arafat mit einiger Aufmerksamkeit verfolg hat, mag den vorliegenden Beitrag zunächst für eher von historischem Interesse halten. In der Tat hat der Autor ihn vor Beginn der jüngsten Phase dieses Konflikts verfasst. Er arbeitet allerdings eine zentrale Voraussetzung eines genuinen Friedensprozesses heraus: ein grundlegend reformiertes »psychologisches Repertoire«, eine an Koexistenz orientierte kollektive Mentalität. Da diese Voraussetzung noch kaum erfüllt sein dürfte, behält der Beitrag seine Aktualität für den Nahost-Konflikt. Darüber hinaus liefert Bar-Tals Analyse interessante Orientierungshypothesen für manche ähnliche Konfliktkonstellation…


Flucht und Vertreibung:
Die Tragödie der Palästinenser anerkennen
Die führenden Politiker Israels haben unsere Verantwortung für das palästinensische Flüchtlingsproblem nie anerkannt. Aus taktischen Gründen wollte niemand zu früh die Büchse der Pandora öffnen, die eine Anerkennung und Entschädigung der Flüchtlinge bedeutet hätte, da man den Arabern ohne Gegenleistung nichts Greifbares an die Hand geben wollte. Gleichzeitig waren israelische Vertreter bestrebt, in der Schlammarena des internationalen politischen Ringens keine »Punkte zu verlieren«…

Newsletter:
Analyse und Nahostkonflikt
Burg, Bar-Tal u.a...

Apokalyptischer Antisemitismus:
'Kristallnacht' und darüber hinaus
Am 9. November 1938 fand noch zu Friedenszeiten ein gewaltiges antijüdisches Pogrom im gesamten Territorium des Dritten Reiches statt. Der Vorwand für diese Orgie der Gewalt gegen die deutschen Juden war das Attentat Herschel Grynszpans, eines 17jährigen polnisch-jüdischen Flüchtlings, auf den deutschen Diplomaten Ernst vom Rath in Paris…

Offizielles Gedenken:
Ohne mich!
Ein Jahr vor dem Oslo-Abkommen hatte ich mit Yasser Arafat ein Treffen in Tunis. Er war sehr neugierig, von mir über Yitzhak Rabin zu hören, der gerade zum Ministerpräsidenten gewählt worden war…

Schiefer Vergleich:
Mauer ist nicht gleich Mauer

20 Jahre Fall der Berliner Mauer sind Anlass für pro-palästinensische „Friedensaktivisten“ in Deutschland und Österreich, das Augenmerk auf die „Mauer“ in Nahost zu richten und ihren Abriss zu fordern, als gäbe es keine anderen Mauern in der Welt...


Avraham Burg in München:
Hitler besiegen
Letzte Woche nahm ich an Avraham Burgs Vorlesung im Münchener Amerikahaus teil, die anlässlich der Übersetzung seines Buches “Hitler besiegen” stattfand. Die Vorlesung wurde von der israelisch-palästinensischen Dialoggruppe in München organisiert. In seinem Vortrag kritisierte Herr Burg die militaristische Mentalität der Israelis und vertrat die Auffassung, wir lebten in der Überzeugung, die ganze Welt sei uns feindlich gesonnen, obwohl dies nicht der Fall sei…

Wahlen in der PA:
Präsident Abbas kandidiert nicht mehr

Abu Masen strebt keine zweite Amtszeit als palästinensischer Präsident an. Dies gab der Fatah-Vorsitzende am Donnerstag in einer Fernsehansprache bekannt und machte unter anderem die israelische Siedlungspolitik für seine Entscheidung verantwortlich…

Tourismus:
Warum kann Israel nicht vermarktet werden?

Bei der Vorbereitung des Etats des Tourismusministeriums wird jedes Jahr ein Zuschuss zu dem Etat für die Auslandsvermarktung gefordert. Die Vermarktung, so Vertreter der Branche, sei das wichtigste Thema im Tourismusbereich und sollte deshalb umfangreich und vor allem konsequent sein…

Israels neuer Exportschlager:
Nilpferde
Ganz unverhofft ist Israel zum weltweit größten, ja eigentlich einzigen Exportland von Nilpferden geworden. Dahinter steht der beliebte Safari-Zoo in Ramat-Gan, der in den vergangenen Monaten mehr als ein Dutzend der Paarhufer an Zoos auf der ganzen Welt verkauft hat…

Iranische Waffen für Hisbollah:
Israel kapert deutschen Frachter
Israels Marine hat einen Frachter mit mehreren Tonnen Kriegsgerät aus dem Iran nach Syrien gestoppt. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung gehört der Frachter „Francop” der deutschen Reederei Gerd Bartels aus Neu Wulmstorf bei Hamburg. Das Schiff hatte Hunderte Tonnen hochentwickelter Waffen und Raketen an Bord...

USA-Reise:
Merkel warnt vor iranischer Atombombe
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach diese Woche als erste deutsche Regierungschefin seit Konrad Adenauer im Mai 1957 vor beiden Häusern des Kongresses. 20 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer hat sich Merkel bei US-Präsident Barack Obama für die Unterstützung der USA bedankt. Neben den transatlantischen Beziehungen war auch der Iran Thema. Merkel sagte: “Eine Atombombe in den Händen eines Mannes, der den Holocaust leugnet und Israel droht, darf es nicht geben.”…

Atombombe hin oder her:
Deutschland ist größter Handelspartner Irans
Auch wenn Bundeskanzlerin Merkel vor der iranischen Atombombe wart, gibt es zahlreiche Beispiele für deutsche Großkonzerne, die im Iran investieren…

Bis Tel Aviv:
Hamas testet Rakete mit 60km-Reichweite
Die Terrororganisation Hamas hat zu Testzwecken eine Rakete mit einer Reichweite von rund 60 Kilometern vom Gaza-Streifen aus ins Mittelmeer abgefeuert. Dies teilte der Leiter des israelischen Militärgeheimdienstes (AMAN), Generalmajor Amos Yadlin, am Dienstag vor dem Außen- und Sicherheitspolitischen Ausschuss der Knesset mit…

לנצח את היטלר
ביום שלישי האחרון, 27 אוקטובר, השתתפתי בהרצאתו של אברהם בורג, שהתקיימה בבית אמריקה, מינכן, לרגל תרגום ספרו “לנצח את היטלר” לגרמנית. ההרצאה התקיימה בחסות קבוצת הדיאלוג היהודית-פלסטינית במינכן. מר בורג בהרצאתו תקף את המנטליות המיליטריסטית הישראלית, וטען כי אנו חיים מתוך אמונה כי “כל העולם נגדנו”, למרות שפני הדברים לחלוטין אינם כאלה…

פרשת השבוע בחוג המשפחה:
וירא

רשה זו ממשיכה לספר את קורות אברהם אבינו. אברהם הוא לא רק הדמות המרכזית בחומש בראשית, עד שאמרו חכמינו, שכל ספר בראשית הוא רק מסגרת לאברהם ושרק בגללו נכתב חומש זה, אלא הוא הדמות המרכזית בתולדות עמנו. ולכן האירועים או הסיפורים הקשורים באישיותו הם חומר לדיונים ולפרשנויות בלי סוף. אני יכול לנגוע רק במספר מצומצם של הסיפורים וכמובן שאי אפשר לתת כאן תיאור מקיף של כל הדעות והפירושים…

Hawer, Atah chaser / Freund, Du fehlst...Zum 4.November 1995

Nationalistisch-Religiöser Mord:
Der Tod des Jitzhak Rabin

Die innere Zwietracht wird furchtbar sein. Es wird Attentatsversuche geben. Rabin wird keines natürlichen Todes sterben. Das Land wird einen ungeheuren Schock erleben. Ein Teil der Nation wird sagen 'Wir haben doch recht gehabt!' und Rabin Nachgiebigkeit vorwerfen...

Zeichen an der Wand (1):
American Connection

Die Hetzkampagne gegen Jitzhak Rabin in Israel mochte noch so roh und schrill sein - verglichen mit der Kampagne in den USA, die sich gemeinhin eines zivilen Umgangstons im politischen Streit rühmen kann, konnte sie einem fast maßvoll vorkommen...

American Connection (2):
Auf dem Weg zum 4. November 1995

Teil 2- Israels Generalkonsulin in New York verfolgte besorgt die anwachsende Hetzkampagne nationalistisch-orthodoxer Kreise in den USA gegen Rabin und Arafat...

Der Weg zum 4.November:
Die Propaganda gegen Arafat ergänzte die Hetze gegen Rabin

Teil 3 - Nach New York war Capitol Hill das Ziel eines Zangenangriffs der Gegner des Friedensprozesses...

Vor dem Mord standen viele Worte:
Geistige Brandstiftung

Teil 4 - Nach außen hin, vor dem US-Kongress und der allgemeinen Presse, zeigten die Gegner Rabins noch eine gewisse Zurückhaltung, dies galt aber nicht in den "eigenen Reihen"...

Stein auf Stein:
Arafats Dämonisierung als Vorbereitung zur Ermordung Rabins

Teil 5 - Einige der amerikanischen Rabin-Gegner machten ihrem Ressentiment nicht nur in randständigen Publikationen Luft, sondern mühten sich, ihre Litanei seiner Verbrechen und kleineren Sünden in die amerikanische Mainstream-Presse zu bringen...

Aufruf zur Gewalt durch ein angesehenes Mitglied des rabbinischen Establishments:
Der Fall Hecht

Teil 6 - Im Juli 1995 waren die Angriffe auf Rabin so heftig und allgemein geworden, dass dem Premier eine grimmige Bemerkung über "eine kleine Gruppe Rabbiner in Amerika" entfuhr, "die man besser als Ayatollahs bezeichnen sollte"...

14 Jahre nach der Ermordung Jizhak Rabins durch einen nationalistisch-religiösen Studenten, stellt eine Studie fest, dass religiöse Schulen den Schwerpunkt der Aufmerksamkeit bei Gedenkzeremonien ganz bewusst auf den Todestag der biblischen Stammmutter Rachel legen, der zwar auf denselben Tag fällt, früher aber nie besondere Aufmerksamkeit erfuhr.

Ein Prophet im Lande Israel:
Rabin wird keines natürlichen Todes sterben

Professor Harkabi (gest. 1994), war als Historiker mit der Geschichte des religiös-fundamentalistischen Fanatismus vertraut. Er hatte über den 'Grossen Aufstand der Eiferer' (um 70 allg.Z.) im belagerten Jerusalem und über den 'Zweiten Aufstand' der Anhänger Bar Kosibas (um 135 allg.Z.) geschrieben. Mit diesen Aufständen endete jüdisches Gemeinwesen in Erez Israel, das jüdische Volk wurde in alle Welt zerstreut. Harkabi verglich die historischen Eiferer (gr. Zeloten, hebr. Kanaim) mit dem Gush Emunim (Block der Getreuen), den Kämpfern für die Siedlungen in den besetzten Gebieten...

Der Weg zum Kikar Rabin:
Hoffnung in Oslo 1992/3
Am 12. Juli 1992 tritt die neue Regierung mit Yitzhak Rabin an der Spitze ihr Amt an. Partner der Arbeitspartei sind Meretz und Schass...

Der Weg zum Kikar Rabin:
Den Frieden zerfetzen durch Terror
Der Februar 1994 war blutiger Auftakt zu noch Schlimmerem. In Rehowoth wurde ein jüdischer Bauer von einem arabischen Arbeiter ermordet. In Ramalla ermordet die Hamas den Agenten Noam Cohen. In Hebron erschießt ein Siedler Betende in der Mosche Awrahams...

Rabins letztes Jahr:
Die Hetze frisst die Hoffnung
Die Demonstrationen des Rechtsblocks, von Likud, über Nationalreligiöse bis zu Kach-Aktivisten werden immer größer, die Hetze immer aggressiver und die Gewaltbereitschaft immer bedrohlicher. Rabin wird gleichzeitig als PLO-Anhänger, Verräter, Geisteskranker, Alkoholiker, Judenrat, Kapo, SS-Mann und Mörder bezeichnet...

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