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Judentum und Israel
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Oktober 2009
nahost-politik.de

Zwei Tote durch Schlammlawine:
Stürmisches Wetter hält an
Im Kibbutz Einat nahe der Stadt Petach Tikva wurden am Sonntag zwei Arbeiter durch eine Schlammlawine getötet. Seit mehreren Tagen sorgen heftige Regenfälle und Stürme in Zentralisrael und im Norden des Landes für Überschwemmungen und Sachschäden.

Anhaltende Regenfälle in Tel Aviv haben zu zahlreichen Störungen geführt. So auch in den Übertragungen der Internetleitungen. Die Aktualisierung von haGalil ist deshalb nicht im vollen Umfang möglich. Wir bitten um Verständnis.

Mörderischer Hass:
Jüdischer Terrorist gefasst
Am Sonntag Abend wurde ein Veröffentlichungsverbot zur Verhaftung eines jüdischen Terroristen und Serienmörders aufgehoben. Vor drei Wochen habe der SchaBaK (Innen-Geheimdienst) Yaakov “Jack” Teitel, 37, festgenommen. Mehrere Mordfälle und Bombenanschläge hätten so aufgeklärt werden können, die Teitel teilweise schon 1997 verübt habe, so ein Polizeisprecher bei einer Pressekonferenz…

20 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer:
Israels Mauer und Zaun

Die Berliner Mauer war einst eine Touristenattraktion wie kein anderes Monument in der geteilten Hauptstadt Deutschlands. Heute begrüßt das israelische Tourismusministerium Pilger und Touristen auf dem Weg zur Geburtskirche in Bethlehem mit einem 10 Meter hohen Plakat an der Mauer mit dem Spruch: „Friede sei mit Euch.“ Nicht minder geschmacklos sind Graffiti, mit denen „Künstler“ die Mauer schmücken…

Soda-Club:
EU legt Israels Grenzen fest
Wegen Zollgebühren in Höhe von 19.155 Euro und 46 Cent hat jetzt der Luxemburger Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofes, Yves Bot, die Grenzen Israels festgelegt und beschlossen, dass weder Jerusalem noch der Süden von Tel Aviv, weder Nazareth, Akko, Naharia noch der internationale Ben Gurion Flughafen zu Israel gehören…

Unklar:
Israelischen Offizieren droht Verhaftung in Europa
Doron Almog ist israelischer Geschäftsmann und wollte in London Gelder für einen gemeinnützigen Zweck sammeln. Almogs autistischer und mental schwer geschädigter Sohn war im Jahr 2007 verstorben. Almog bemüht sich auf freiwilliger Basis um Hilfe für autistische Kinder. Deshalb hatte man ihn zu einem Vortrag eingeladen…

Arkady Gaydamak, vor einem Jahr noch Kandidat für das Amt des Bürgermeisters von Jerusalem
und engagierter Unterstützer des Likud und anderer Rechtsparteien, wurde in Frankreich im Rahmen der Angola-Affäre, wegen Waffenhandels und Geldwäsche, in Abwesenheit zu sechs Jahren Haft verurteilt. Gaydamak hält sich vermutlich in Russland auf.

Hitler besiegen - Avraham Burg in München
לנצח את היטלר
ביום שלישי האחרון, 27 אוקטובר, השתתפתי בהרצאתו של אברהם בורג, שהתקיימה בבית אמריקה, מינכן, לרגל תרגום ספרו “לנצח את היטלר” לגרמנית. ההרצאה התקיימה בחסות קבוצת הדיאלוג היהודית-פלסטינית במינכן. מר בורג בהרצאתו תקף את המנטליות המיליטריסטית הישראלית, וטען כי אנו חיים מתוך אמונה כי “כל העולם נגדנו”, למרות שפני הדברים לחלוטין אינם כאלה…

Ritter der traurigen Gestalt:
Benjamin Quichote und Sancho Liebermann

Chaim Nachman Bialik hat Don Quichote ins Hebräische übersetzt. Bialik hatte eine Schwäche für „den Ritter von der traurigen Gestalt“, und aus seiner Übersetzung lässt sich erkennen, wie sehr er den Idealismus dieses Ritters und seinen Kampf gegen Windmühlen bewundert hat…

Bibis Zeiten:
Der Verdienst, die Last und die Sünde
Zugunsten der Machtperioden von Benjamin Netanjahu muss man sofort sagen, dass es zu seiner Zeit keinen Krieg gibt. So war es in seiner ersten Amtszeit und so wird vielleicht auch die zweite verstreichen. Er ist ein vorsichtiger Mensch. Nahum Barnea hat das in dieser Rubrik als eine Art ‘vorsichtigen Frührentner’ geschildert. Ein Mann, der wenig handelt. Der es schwer hat, Entscheidungen zu treffen…

Der wegen mehrfacher Kindermisshandlung gesuchte Erzieher und Rabbiner Elior Chen
wurde in Israel dem Haftrichter vorgeführt, nachdem ihn die brasilianischen Behörden verhaftet und ausgeliefert hatten. Ihm wird vorgeworfen mindestens acht kleine Kinder gefoltert zu haben. Eines der Kinder liegt im Koma. Zuerst war er nach Kanada, später nach Brasilien geflohen, wo er bei einer chassidischen Gemeinde Unterstützung fand.

Beziehungen abbrechen:
Aus der UNO austreten, sofort!
Im Hinblick auf den immer stärker werdenden Würgegriff um unseren Hals sollte Israel eine schockierende politische Maßnahme ergreifen, die diesen Griff lockert. Und es gibt eine solche Maßnahme: Die dramatische Erklärung, Israel habe beschlossen, aus der UNO auszutreten, nachdem diese zu einer Höhle für anti-israelische Lügner und Volksverhetzer geworden ist, die sich einer automatischen islamischen Mehrheit erfreuen…

Wasserknappheit:

Israel protestiert gegen Vorwürfe von "Amnesty International"
Die Menschenrechtsorganisation “Amnesty International” hat Israel vorgeworfen, den Palästinensern weniger Wasser zu liefern als vereinbart. Vertreter des israelischen Regierungschefs und der Wasserbehörde wiesen die Vorwürfe zurück…

Teheran - Ankara:
Die Türkei nähert sich der Achse des Bösen
Avigdor Liebermann spielte Erdogan in die Hände, als er in einer seiner Reden den Abwurf amerikanischer Atombomben auf japanische Städte lobte. Mag sein, dass die Formulierung etwas problematisch war, aber kein fairer Politiker hätte dies dahingehend ausgelegt, dass Israel beabsichtigt, die Hamas in Gaza mit Atomwaffen anzugreifen. Aber Erdogan scheint nicht fair zu sein…

Zum ersten Mal:
Inspektoren in der neuen iranischen Atomanlage
Während der Westen auf eine iranische Antwort auf den Entwurf des Atomabkommens wartet, trafen gestern Inspektoren der IAEA zu einer Besichtigung der Atomanlage in Ghom ein…

"Spionage, Überwachung und Aufklärung":

Israelische Drohnen für Krieg in Afghanistan
Die deutsche Luftwaffe habe israelische militärische Drohnen im Wert von „dutzenden Millionen Euro“ bestellt. Das meldete am Mittag der israelische Rundfunk. Die Drohnen sollen in fünf Monaten ausgeliefert werden. Die Bundesluftwaffe wolle sie in Afghanistan einsetzen…

Atommacht Iran:
Das Kapitulationsabkommen
Itamar Eichner und Dani Adino-Ebbaba berichten in Jedioth achronoth über das vorgeschlagene “Atomabkommen” des Westens mit dem Iran…

Vor 15 Jahren:

Frieden mit Jordanien
Heute vor genau 15 Jahren haben Israels damaliger Ministerpräsident Yitzhak Rabin und König Hussein von Jordanien den Friedensvertrag zwischen beiden Staaten unterzeichnet…

Geologische Erkenntnisse:

Tsunami zu Moses Zeit
Vor der Küste des Heiligen Landes hat es mindestes vier Tsunamis gegeben. Fünf Meter hohe Wellen könnte zwei Kilometer weit auf dem Land Zerstörungen angerichtet haben. Diese Entdeckung von Beverly Goodman von der Universität Haifa kam eher zufällig zustande...

Abstimmen:
Hebräische Namen für Planeten
Seit mehr als 1000 Jahren können Hebräischsprachige die fünf Planeten Hama (Merkur), Noga (Venus), Maadim (Mars), Tzedek (Jupiter) und Shabtai (Saturn) ihrer Zunge gemäß benennen. Die fünf der Erde am nächsten liegenden Planeten tragen sämtlich antike hebräische Namen, von denen einige bis in die Zeit des Talmuds zurückreichen…

Heftige Dementi:
Atomares Gespräch Israel-Iran
„Besitzen Sie Atomwaffen oder nicht?“, fragte Ali Asghar Soltanieh, Irans Botschafter bei der Internationalen Atomenergiebehörde, die Direktorin der Abteilung für Politik und Waffenkontrolle bei der israelischen Atom-Energiekommission, Meirav Zafary-Odiz. Soltanieh soll laut Augenzeugen seine Frage mit einem „leidenschaftlichen Tonfall“ vorgetragen haben...

Vetragsentwurf:
Ein geschickter Sieg für den Iran
Der vom Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Mohamed ElBaradei, gefeierte Vertragsentwurf zwischen den Großmächten und dem Iran ist nicht mehr als eine Bestätigung des Vorschlags, den der iranische Vertreter Saeed Jalili in der ersten Gesprächsrunde mit den fünf permanenten Sicherheitsratsmitgliedern und Deutschland gemacht hat…

Fragliches Ranking:
Reporter ohne Grenzen aber mit eigener Meinung
Lediglich zwei Länder, die USA und Israel, erhalten von ROG ein separates negatives Ranking wegen Einsätzen "außerhalb" ihrer Grenzen. Bei den USA wurde der Einsatz im Irak unter die Lupe genommen und bei Israel der Gaza-Krieg...

Freund, Fan:

Das sind nur Definitionen
Es ist nicht so tragisch, dass die „Freunde“ auf Facebook nicht wirkliche Freunde sind, aber sich auf die Gedenkseite für den Holocaust von Auschwitz eintragen und zu einem „Auschwitz Fan“ werden? Die sozialen Netzwerke bringen Verwirrung in unser Leben…

"Gott ist grausam, eifersüchtig und unerträglich":
Saramago löst wieder Skandal aus
"Die Bibel ist eine Anleitung für schlechte Moral und hat einen großen Einfluss auf unsere Kultur und sogar auf unsere Lebensweise. Ohne die Bibel wären wir anders, und wahrscheinlich bessere Menschen." Das sagte Jose Saramago, 86, Literatur-Nobelpreisträger von 1988, bei der Vorstellung seines neuen Buches “Cain” in der nord-portugiesischen Stadt Penafiel über das Alte Testament...

An Israeli View:

Obama’s mistakes
There are plenty of reasons why the Israeli-Palestinian peace process has not yet been restarted through American mediation. Israeli PM Binyamin Netanyahu’s manipulations and his coalition are one; the weakness of the Palestinian Authority and PLO under Mahmoud Abbas are another. The moderate Arab states have done precious little to help. But right now US President Barack Obama’s mistakes are the most glaring…

A Palestinian View:

The conventional route will not bring us peace
The most recent public opinion poll conducted in the Palestinian territories by the Jerusalem Media and Communications Center has shown a dramatic decline in the Palestinian public’s evaluation of the Obama administration’s role in promoting peace in the Middle East…

Trend hält an:
Immer mehr Israelis besuchen Berlin
Die deutsche Bundeshauptstadt ist und bleibt ein populäres Reiseziel für Israelis. Im ersten Halbjahr 2009 haben 25 000 Israelis Berlin besucht. Sie stellen damit das nach den USA zweitgrößte außereuropäische Besucherkontingent an der Spree dar. Und der positive Trend dauert an…

Antiisraelische Farce:
Goldstone-Mission contra Friedensprozess
Acht Jahre lang, während derer die Hamas wahllos israelische Zivilisten mit Raketen beschoss, hat die UNO geschwiegen. Erst als Israel nach Jahren der Zurückhaltung daran ging, dem Terror ein Ende zu setzen, handelte der Menschenrechtsrat – indem er Israel verurteilte. Dieses einseitige Gremium verabschiedete eine einseitige Resolution, die eine einseitige Untersuchung verlangte...

Screenings in Israel:

"Zwischen allen Stühlen - Lebenswege des Journalisten Karl Pfeifer"
Termine für Jerusalem, Tel Aviv und Haifa...

Arabisch-Palästinensische Bildung in Israel:
Gleichberechtigung gefordert
Education is central for shaping the characteristics of a society. It is essential for promoting social and economic progress, creating equal opportunities, ensuring socio-economic mobility and engendering meaningful participation in the public sphere...

Gestern wie heute:
Tel Aviv, den 29. 3. 1936
Das war das erste Mal, daß ich körperlich einen Chamsin gespürt habe. Ich vertrage ihn also doch nicht. Denn bis dahin hatte ich geprahlt, ich spüre ihn nicht. Sowie es hier nämlich schwül, windstill oder drückend ist, sowie einer Kopfschmerzen hat oder nervös ist, sofort nicken drei weise Leute mit ihren Köpfen und behaupten: a) es sei Chamsin, b) es sei Chamsin gewesen, c) es käme Chamsin...

Ist die ganze Welt wieder einmal gegen uns?:

Der "Obama-Effekt"
Die Absage der internationalen Flugübung mit der Türkei ist keine große Sache. Sie fügt den strategischen Interessen und dem internationalen Stand der Türkei mehr Schaden zu als Israel. Selbst wenn der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdogan seine Entscheidung damit erklärt, dass die israelische Luftwaffe während der Operation „Gegossenes Blei“ Kinder mit Phosphorbomben getötet hat, verletzt er die Sicherheitsinteressen seines Landes mehr als diejenigen Israels…

"Keine gerichtsfähigen Beweise":
Israel verurteilt
Eine Mehrheit stimmte für eine Verurteilung Israels und will den Goldstone-Report der UNO-Vollversammlung übergeben. Das erklärte Ziel der palästinensischen Autonomiebehörde sei "Gerechtigkeit für die Palästinenser"…

Stufen der Auseinandersetzung im Verständnis und Bewusstsein der Shoah:
Die israelischen Gesellschaft, 1945 - 2002
Für die Tausenden jüdischen Häftlinge, die den Tag der Befreiung aus den Konzentrations- und Vernichtungslagern erlebten, endete die Shoah nicht mit dem Tag des Kriegsendes im Mai 1945. Diese Leute mussten jetzt ein neues Kapitel in ihrem Leben beginnen. Sie sind jeder für sich alleine geblieben, mit dem Schmerz, mit dem Verlust, mit dem Waisendasein und mit dem Vakuum, das die Shoah hinterlassen hat…

Kurswechsel:
Krise zwischen Türkei und Israel schwelt weiter
Zwischen Israel und der Türkei, einst „strategische Partner“ im Nahen Osten, schwelt eine schwere Beziehungskrise. Der Beschluss Ankaras, Israel nicht am großen NATO-Manöver „Anatolische Adler“ zu beteiligen, überraschte die Israelis


Umweltverschmutzung:
Keine Luft zum Atmen

Der Zusammenhang zwischen Luftverschmutzung und der Erkrankung von Kindern ist bestürtzend. Ein Bericht, der von der Koalition für die Gesundheit der Öffentlichkeit veröffentlicht wurde, stellt fest: Israel ist das verseuchteste Land des Westens. Die Konzentrationen von krebserregenden Gasen, die von Autos und Fabriken ausgestoßen werden, sind doppelt so hoch, wie in europäischen Ländern 

Kneseth 5770:
Gut für Netanjahu
Nach der Sommerpause hat das israelische Parlament in Jerusalem die Arbeit wieder aufgenommen. Im Friedensprozess sind kaum Fortschritte zu befürchten…


Trauma und Erinnerung:
“Wir haben Deutschland viel zu früh verziehen"
Eine der paradoxen Folgen aus der Allgegenwart des Traumas ist unsere heutige Beziehung zu Deutschland und dem Nahen Osten. Die überhastete Versöhnung mit Deutschland ist einer der paradoxen Aspekte des fortwährenden Traumas der Erinnerung, das unsere feindseligen Beziehungen zu unseren unmittelbaren Nachbarn im Nahen Osten verschärft. Unsere Entfremdung und die Schwierigkeiten, die eine ganze Generation mit der modernen jüdischen Identität hat, gehen zum großen Teil darauf zurück, dass wir Deutschland viel zu früh verziehen haben...

27. bis 31. Oktober 2009:
Deutsch-israelische Literaturtage in Tel Aviv
Unter dem Motto "Tel Aviv - Berlin. Leben und Schreiben in den Städten" sind die dritten deutsch-israelischen Literaturtage als Hommage an die Stadt Tel Aviv konzipiert, die ihren 100. Geburtstag feiert. Sie schlagen den Bogen zu Berlin, das den 20. Jahrestag des Falls der Mauer begeht. Eingeladen sind vier deutsche und vier israelische Schriftsteller...

Überzogene Stärke und verzweifelte Schwäche:
"Der starke Samson, dieser Schwächling"
Nur unsere Generation kann die ironische Genialität, dieses Ausspruchs von Israels Premier Eschkol verstehen, meint Avraham Burg, geboren 1955 in Jerusalems Rehavia-Viertel, also fast in Deutschland, wie er im 1. Kapitel seines Buches “Hitler besiegen", das gerade in deutscher Übersetzung erschien, beschreibt…

Inglorious Bastards:
Tarantino ist gut für die Juden
Viele der Komponenten des Films „Inglorious Bastards , die als gewagt oder neuartig gewertet werden, sind dies nicht wirklich. Der Regisseur Quentin Tarantino ist nicht der erste, der in seinen Filmen versucht, historische Events aus dem 2. Weltkrieg zu verändern…

Galiläa 2009:
Nicht 'judisieren' - entwickeln
Fast 30 Jahre sind vergangen, seit ich mein Schicksal mit dem von Galiläa verknüpft habe. Als ich zum ersten Mal die kahlen Hügel bestieg, auf denen die Fabriken von Iscar und der Industriepark Tefen errichtet wurden, begriff ich gar nicht, wie notwendig diese Region für die Zukunft des Staates Israel ist. Heute ist mir klar, dass ohne der Entwicklung dieses Landstrichs, der zionistische Traum keine Zukunft hat…

Psychologie:
Israels gespaltene Seele
Israel fällt auseinander, klagte Avishai Braverman (Mitglied der Knesset) bei der Konferenz zur Lage der Nation des Institutes für Studien zur nationalen Sicherheit. Unser Bildungssystem - einmal der Stolz Israels - ist ein Sauladen; öffentliche Korruption nimmt überhand; unsere Universitäten hungern sich zu Tode; und die Kluft zwischen Armen und Reichen ist schon fast so schlimm wie in Brasilien...

Alternativen:
Das ist nicht die Linke
In Europa fanden in der letzten Zeit zwei interessante Wahlen statt, die den populären Spruch vom „Verschwinden der Linken... in ein anderes Licht rücken. In Deutschland musste die SPD unter Vorsitz von Außenminister Frank-Walter Steinmeier eine schmerzliche Niederlage einstecken, die zur Stärkung der FDP führte wie auch dazu, dass Angela Merkel eine Rechts-Mitte Regierung gründen kann...

Im Namen des Vaters:
Die Wurzeln des Terrorismus psychoanalytisch betrachtet
Spätestens seit der von Menschen gemachten Katastrophe vom 11. September, die global, synchron und tief unser Innerstes wie mit einem Messer durchschnitten hat, sucht die westliche Welt ratlos, verzweifelt, wütend und verunsichert nach Erklärungen...

Irans A-Bombe:
Die Initiative und die Sorge
Eine Idee, die Mofas der Bush-Regierung vorgetragen hat, wurde zu einem Abkommen zwischen dem Westen und Teheran: Das iranische Uran wird angereichert, jedoch in Russland…

Israelische Reaktionen:
Friedensnobelpreis für US-Präsident Obama
In den israelischen Rundfunknachrichten wurde die Auszeichnung des US Präsidenten Barack Obama mit dem Friedens-Nobel-Preis als „leicht verwunderlich“ vermeldet. Im nachfolgenden Mittags-Magazin wurden Auszüge aus der Kairoer Rede Obamas gesendet, in der er zur Versöhnung mit der muslimischen Welt, zur Zweistaatenlösung in Nahost und zu einem Ende der israelischen Siedlungspolitik aufgerufen hatte. Der angesehene politische Kommentator Jaron Dekel sagte, dass ein Friedens-Nobel-Preisträger „nicht so leicht in den Krieg zieht“. Dekel erwähnte an erster Stelle der Iran…

Gott sei mit uns:
Sukoth in Jerusalem
Eigentlich begann alles auf dem Tempelberg. Eigentlich ist der Tempelberg das Ende der Zündschnur, die jedes Mal die unerträglichen Spannungen in Jerusalem zum Explodieren bringt. Es gibt fast keinen Ort im Osten der Stadt, an dem es keine nationalen oder religiösen Reibungen gibt…

König Abdullah:
"Jerusalem soll Symbol der Koexistenz sein"
Jordaniens König Abdullah II. hat die israelische Öffentlichkeit aufgefordert, zu erkennen, dass der derzeitige Status quo nicht beibehalten werden könne. Durch die momentane diplomatische ausweglose Situation rutsche der Nahe Osten zurück “in die Finsternis”…

Am Jerusalem Marsch:
Jubel und Begeisterung
Die Marschierenden riefen: “Sie sind das auserwählte Volk” und die Zuschauer jubelten. Ein seltenes Bild bot sich gestern in den Strassen von Jerusalem: Israelis spazierten Stunden lang lächelnd durch die Strassen…

Muslimische Führer zum Marsch nach Jerusalem:
Aufruf an Scheikh Salach zur Mäßigung
Mehrere hochrangige Mitglieder der Islamischen Bewegung in Israel haben den Leiter der Organisation in Nordisrael, Scheich Ra´ad Salah, für seine hetzerischen Reden in den vergangenen Tagen kritisiert. Sie forderten ihn auf, seinen Ton zu mäßigen…

Nach Avdat:
Loyalität ist unerlässlich
Die ‘archäologische Katastrophe’ in Avdat verdeutlicht uns die grosse Gefahr, die darin besteht, eine Bevölkerungsgruppe im Inneren ‘zu halten’, deren Wille zur Identifikation mit dem Staat nicht deutlich ist…

Die iranische Bombe:
Wird es sie geben oder nicht?
Ein Leitartikel vertritt die Ansicht, dass es nicht zu einer iranischen Atombombe kommen wird. Die Welt beginne sich der Gefahr bewusst zu werden. Es sei aber falsch, dass Israel mit Obama auf Konfrontationskurs gehe, wegen vergleichsweise unbedeutenden Fragen…

CIA-Chef:
Iranische Atomanlage war schon vor drei Jahren bekannt
Der US-Geheimdienst CIA wusste bereits vor drei Jahren von der geheimen Atomanlage im Iran. Zu den Informationen habe ihm unter anderem Israel verholfen, teilte CIA-Direktor Leon Panetta gegenüber dem “Time Magazine” mit…

Kriegsverbrecher-Diskussion:

Abbas wird demontiert
Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas gerät zunehmend unter Druck, zurückzutreten. Ihm wird von Vertretern der Hamas im Gazastreifen, aus den eigenen Reihen und arabischen Staaten vorgeworfen, seine Zustimmung gegeben zu haben, eine UNO-Debatte über den Goldstone-Report der UNO-Menschenrechtsdebatte auf das Jahr 2010 zu verschieben, wie es Israel und die USA gefordert hatten…

Erbgutforschung:
Israelin erhält Chemie-Nobelpreis
Die Wissenschaftlerin Ada Jonath hat am Mittwoch als erste Israelin den Nobelpreis für Chemie erhalten. Sie teilt sich die begehrte Auszeichnung mit Venkatraman Ramakrishnan (Großbritannien) und Thomas Steitz aus den USA. Die drei werden damit für ihre Arbeit zur Erforschung der “Struktur und Funktionsweise der Ribosomen” geehrt. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm mit…

Schwierige Freundschaft:
Städtepartnerschaft Dachau und Rosch Ha’ain
Die Stadt Dachau bei München strebt eine Städtepartnerschaft mit einer israelischen Kleinstadt nahe Tel Aviv an: Rosch Ha´Ain. Die Assoziation des Namens Dachau mit dem ersten von den Nazis errichteten Konzentrationslager, in dem rund 60.000 ermordet worden sind, hat bei Holocaustüberlebenden in Israel Empörung ausgelöst…

Schon wieder die Juden:

Ist Sexualkunde in Schulen eine Umsetzung der Protokolle der Weisen von Zion?
Es gibt unter den Klerikern fast aller Religionen auch Obskuranten, das ist eines der stärksten Argumente der Atheisten. Es besteht kein Grund sich über arabische Obskuranten lustig zu machen, solche findet man auch zuhauf unter christlichen und jüdischen Klerikern. So publizieren israelische Medien regelmäßig auch Sottisen von gewissen Rabbinern. Dank Al-Jazeera TV werden solche Kleriker gelegentlich in der arabischen Welt vorgeführt…

Zur Psychologie des Nahostkonflikts:
Ängste, Abwehr, Ambition

Der israelische Psychotherapeut Ofer Grosbard möchte uns davon überzeugen, daß der Friedensprozeß im Nahen Osten in erster Linie ein emotionaler Prozeß ist. Genau wie in der Frühzeit der Psychologie die Menschen davon überzeugt werden mußten, daß Therapien helfen, so muß man ihnen heutzutage klar machen, daß Konflikte zwischen Nationen gelöst werden können, wenn man die zugrundeliegenden emotionalen Prozesse versteht, so Grosbard, dessen Buch eine Reihe von praktischen Anwendungen und klare Empfehlungen, die von dieser Voraussetzung ausgehen, enthält…

Psychologie:
Überlebensinstinkt oder jüdische Paranoia?

Ein psychologisch-distanzierter Blick auf den Nahost-Konflikt. Das jüdische Trauma und seine Auswirkungen auf die israelische Weltsicht im Allgemeinen und das Verhalten gegenüber den Palästinensern im Besonderen…

Avdat:
Weltkulturerbestätte verwüstet
Unbekannte haben in der Nacht zum Montag großen Schaden im Avdat Nationalpark in der Negevwüste angerichtet. Zahlreiche mehr als 2.000 Jahre alte archäologische Funde wurden ganz zerstört oder schwer beschädigt. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei den Tätern um Beduinen handelt, die sich für die Zerstörung ihrer illegal errichteten Häuser rächen wollten…

Sperrvertrag:
Der Iran hat kein Recht auf nukleare Technologie
Die internationale Gemeinschaft hat auf die kürzliche Enthüllung einer weiteren geheimen Uran-Anreicherungsanlage im Iran genauso reagiert, wie sie auf die vorhergehenden Verletzungen des Atomwaffensperrvertrags durch Teheran reagiert hatte – mit nochmaligen Aufrufen zu weiteren „Gesprächen“…

Videoaufnahme zeigt gesunden Gilad Schalit mit einer Zeitung vom 14. September 2009

Gil
'ad Schalit chaj!

Die Hamas hat am Freitag ein aktuelles Video des entführten Soldaten Gilad Schalit an Israel übergeben. Im Gegenzug entließ die israelische Regierung 20 Palästinenserinnen aus der Haft. Das Abkommen war mit deutscher Vermittlung zustande gekommen.

Um 11.30 Uhr Ortszeit nahmen israelische Vertreter das Video entgegen. Die Aufnahme ist etwa eine Minute lang. Schalit trage Zivilkleidung und sei frisch rasiert, hieß es im Fernsehsender "Kanal 1". Er wirke gesund und geistig fit. Auch schaue er direkt in die Kamera und mache einen entspannten, furchtlosen Eindruck. In der Hand hält er eine Zeitung vom 14. September dieses Jahres. Der 23-Jährige wendet sich in seiner Botschaft an Premierminister Benjamin Netanjahu und seine Eltern, Noam und Aviva Schalit...

Schalit:
Israel entlässt weibliche palästinensische Gefangene
Das Sicherheitskabinett der israelischen Regierung hat am Mittwoch beschlossen, gemäß einem Vorschlag des Verhandlungsteams für die Befreiung des entführten israelischen Soldaten Gilad Shalit 20 weibliche palästinensische Sicherheitshäftlinge freizulassen. Israel soll im Gegenzug aktualisierte und eindeutige Beweise dafür erhalten, dass Shalit noch am Leben ist…

Amir zur Affäre Sabourjian:
Ahmadinidschad Opfer eine Kampagne

Die Behauptungen, dass der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinidschad aus einer jüdischen Familie stamme, die zum Islam konvertierte, als er vier Jahre alt war, sei Teil einer „üblen verlogenen Kampagne“, so Menasche Amir, israelischer Iran-Experte…

Iranische A-Bombe:
Die letzte Etappe
Die Grundtatsachen haben sich nicht verändert: Der Iran galoppiert auf die Atombombe zu. Die iranische Uhr tickt im Rhythmus von drei Kilogramm angereichtem Uran pro Tag. Trotz eindrucksvoller Erfolge im Bereich des Vereitelns vereitelt die Vereitelung die iranische Bombe nicht, sondern zögert nur den Zeitpunkt ihres Zusammenbaus hinaus. Der Aufschub ist wichtig, aber er reicht nicht aus…

Drakonische Sanktionen - und zwar jetzt:
Man denke an die Kubakrise
Der Iran hat kürzlich bemerkt, dass seine Widersacher die Existenz einer Atomanlage in Qom aufgedeckt haben. Die USA hatten ihre Erkenntnis in der vergangenen Woche mit Russland und China geteilt und versucht, diese zur Unterstützung härterer Sanktionen gegen Teheran zu überreden...

Deutsches Solarunternehmen:
Einstieg in israelischen Markt
Der deutsche Solarenergiesystemhersteller Solon SE hat mit der israelischen Firma Pretium Renewable Energy ein Kooperationsabkommen geschlossen, um in den israelischen Photovoltaikmarkt einzusteigen…

Israel - Hamas:
Erster Erfolg deutscher Vermittlung
Voraussichtlich am Freitag wird Israel ein eine-Minute-langes Video mit Aufnahmen des vor über drei Jahren in den Gazastreifen verschleppten Soldaten Gilad Schalit von der islamistischen Hamas-Organisation erhalten. Dieses erste Lebenszeichen seit drei Jahren muss nachweislich „in jüngster Zeit“ aufgenommen worden sein, heißt es in einem offiziellen Beschluss des israelischen Sicherheitskabinetts…

Das lässt hoffen:
Ägyptens oberster Zensor wird nicht Chef der UNESCO
Faruk Hosni gab nach der Wahl in Paris noch am Flughafen von Kairo seinen Gegnern Recht, indem er sein Scheitern mit einer westlichen Verschwörung „die in New York ausgeheckt“ wurde erklärte und sagte „Europäische Länder und die Juden der Welt“ wollten, dass er verliere...

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