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Europäer in UN schockiert:
Arabische Staaten verurteilen Antisemitismus nicht

Nachrichtenartikel von Shlomo Shamir, Ha'aretz, 28.07.2004
Übersetzung Daniela Marcus

Arabische Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen versuchen, einen Vorschlag zu verhindern, der im September in der UN-Generalversammlung eine Wahl zur Verurteilung von Antisemitismus hervorbringen soll.

Kürzlich haben sich UN-Botschafter arabischer und europäischer Staaten zu einer geschlossenen Sitzung in New York getroffen. Dabei machten die Araber klar, dass sie die Initiative, nach der die UN-Generalversammlung Antisemitismus verurteilen soll, nicht akzeptieren.

Die unverblümte Sprache, die von den Arabern benutzt wurde, um ihre Opposition zu beschreiben, und ihre Pläne, diplomatische Mittel zu nutzen, um die Resolution nicht zur Abstimmung zu bringen, schockierte die Europäer laut Angaben einer UN-Quelle.

Gemäß UN-Quellen äußerten sich die arabischen Delegierten auch kritisch über ein UN-Seminar zum Thema Antisemitismus, das letzten Monat stattgefunden hatte.

Ein ranghoher westlicher Diplomat sagte, unter den Arabern, die mit den Europäern gesprochen hatten, sei auch der PLO-Beobachter Nasser al-Kidwa gewesen. Dieser sei besonders unverblümt in seiner Ablehnung einer UN-Resolution gegen Antisemitismus gewesen.

Die Quelle sagte, al-Kidwa habe den Inhalt von UN-Generalsekretär Kofi Annans Rede während des Antisemitismus-Seminars angegriffen, insbesondere Annans Stolz auf die Streichung der 1975 verabschiedeten Resolution, nach der Zionismus mit Rassismus gleichgestellt worden war.

"Die Europäer waren deprimiert, als sie die Sitzung verließen", sagte die Quelle.

Der jordanische UN-Botschafter Prinz Ziad Hussein argumentierte, die Resolution würde die Tendenz verstärken, jede Kritik an Israel als Antisemitismus zu bezeichnen. Der marokkanische Botschafter Mohammed Banone sagte, das Seminar über Antisemitismus sei eine schreckliche Idee gewesen und eine Resolution würde nur die UNO teilen. Der Botschafter der arabischen Liga, Mahamas Hani, warnte, eine UN-Resolution, die Antisemitismus verurteile, würde einen negativen Einfluss auf den Nahen und Mittleren Osten haben.

Die vorgeschlagene Resolution soll eine allgemeine Verurteilung aller Formen von Antisemitismus und von intoleranten, aufhetzenden und belästigenden Aktionen enthalten. Die Resolution soll auch UN-Mitgliedstaaten dazu aufrufen, Schritte gegen den Antisemitismus zu unternehmen.

Wichtige Länder haben bereits zugesagt, für diese Resolution zu stimmen. Letztes Jahr scheiterte eine israelische Initiative, eine ähnliche Resolution durchzubringen.

hagalil.com 28-07-2004

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